Übungsszenario: Bei Dodenhof bricht Feuer aus

300 Feuerwehrleute im Einsatz

(jrw). "Die ersten Einsatzkräfte waren sehr schnell vor Ort, sie haben die richtigen Rettungsmaßnahmen eingeleitet und ihren guten Ausbildungsstand bewiesen", kommentierte der zuständige Bezirksbrandmeister Hans Graulich in einem ersten Fazit die Großfeuerwehrübung, die in Posthausen stattfand.

Das Szenario: Im Einkaufszentrum Dodenhof bricht bei Schweißarbeiten an einer Rolltreppe im Einrichtungshaus Feuer aus. Zwei Mitarbeiter werden verletzt. Sofort werden die Freiwillige Feuerwehr Posthausen sowie die Werksfeuerwehr zur Eindämmung des Schwelbrandes und zur Rettung der verletzten Personen alarmiert. Nach erster Sichtung wird Verstärkung bestellt. Erschwert wird der Einsatz durch eine explodierende Gasflasche: Feuerwehrleute werden verschüttet, das Feuer breitet sich weiter aus und frisst sich durch das Dach. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Brand auf die angrenzen den Gebäude übergreifen könnte. Rund vier Stunden dauert die Übung, die gemäß eines "Drehbuchs" verläuft, an dem etwa ein halbes Jahr geschrieben wurde. Menschenrettung und Brand-bekämpfung unter Atemschutz standen im Mittelpunkt des Einsatzes. Zahlreiche Beob-achter überwachten das Ge-schehen und registrierten sorg-fältig jedes noch so kleine Fehlverhalten der Einsatzkräfte. "Übungen sind dazu da, Fehler aufzuspüren und sie abzustellen", betonte Graulich, der zusammen mit Peter Loy vom Dezernat Brand- und Katastrophenschutz der Be-zirksregierung sowie dem stellvertretenden Kreisbrand-meister Hermann Carstens das Geschehen verfolgte. 50 Löschfahrzeuge und rund 300 Einsatzkräfte von zehn Ortswehren, auch aus dem Landkreis Rotenburg, vom DRK Ottersberg und von der Feuerwehrtechnischen Zentrale galt es zu koordinieren. "Alleine das muss trainiert werden", meint Dodenhof-Ge-schäftsführer Berndt Chylla. Für solch eine Großübung hält er das Einkaufszentrum für den idealen Ort im Landkreis Verden. Vor vier Jahren gab es die letzte Übung in Posthausen, ein Brand im Zentrallager wurde simuliert. Dass es bei Dodenhof tatsächlich zu solch einer Katastrophe kommen könnte, glaubt Chylla indes nicht: "Unsere Gebäude sind in punkto Brandschutz und -be-kämpfung auf dem absolut neuesten Stand." So reagieren Sprinkleranlagen in der Decke automatisch auf Rauchentwicklung und tragen zusätzlich zur genauen Lokalisierung eines Brandherdes bei. Durch Feuerschutzwände können dann Brandabschnitte gebildet werden, die ein Ausbreiten eines Feuers verhindern. "Der Übungseinsatz verlief von der Alarmierung der Wehren bis zur Rettung der verletzten Personen und der Löschung des Feuers reibungslos", hieß es abschließend von Seiten des Einkaufszentrums.

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