Versammlung des Verkehrsvereins der Samtgemeinde Fintel

Für den Schulwald

Britta Bollenhagen ist die neue Schriftführerin.
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Lauenbrück (jt). „Er ist ein echtes Urgestein“, sagt Heino Peters über Volker Steinbruch, zweiter Vorsitzender des Verkehrsvereins der Samtgemeinde Fintel. Dieser besteht zwar erst seit 2008, existierte allerdings in einer ähnlichen Form bereits länger, denn er fuß auf dem Verkehrsverein Fintel/Vahlde – und auch dort war Steinbruch schon dabei. Dabei entwickelt sich auch Peters als Vorsitzender langsam zum Urgestein. Beide erhielten kürzlich auf der Jahreshauptversammlung die Bestätigung in ihren Ämtern.

Dabei hatten sie ursprünglich geplant, den Vorstand zu verjüngen und Nachfolger zu suchen. „Doch durch die Corona-Krise ist einiges verschoben worden und ich wollte doch mindestens das Geschäftsjahr 2019 noch fertigstellen“, so Peters. Auch künftig wolle er zu der Verantwortung stehen, ein wenig wird er demnach noch im Amt bleiben. Auch sein Stellvertreter Steinbruch ist weiter aktiv.

Dennoch galt es, während der Hauptversammlung zwei Personalien zu besprechen: In Zukunft muss der Verein ohne ihren bisherigen Schatzmeister auskommen. Der Stemmer Bernd Mahnken hatte diese Aufgabe in den vergangenen elf Jahren wahrgenommen, „doch es wird einfach zu viel“, so Mahnken, der noch weitere Ehrenämter ausübt. Er wird abgelöst von Marietta von der Wehl. Hinzugekommen ist zudem Britta Bollenhagen als neue Schriftführerin.

In den letzten Monaten hatten sich Peters und seine Mitstreiter vor allem um ein umstrittenes Vorhaben gekümmert: Das vom Landkreis großräumig geplante Naturschutzgebiet „Wümmeniederung mit Rodau, Wiedau und Trochelbach“ sollte ursprünglich dazu führen, dass der Lauenbrücker Schulwald nicht mehr betreten werden dürfte. Anlass war der Wunsch, EU-Gesetze rund um den Naturschutz umzusetzen. „Wir haben uns da reingekniet und an verschiedenen Stellen vorgesprochen. Diese Ideen waren am Schreibtisch entstanden“, so Peters rückblickend. Zunächst sei das Thema beim Gemeinderat gelandet. Der Verein fokussierte sich nach seiner Satzung aber neben der Tourismusförderung auch die Unterhaltung von örtlichen Spazier- und Wanderwegen, der Initiierung von Umweltprojekten sowie die Pflege der Kulturlandschaft.

„Wir als Verkehrsverein haben dann Position bezogen und uns engagiert – auch dafür, dass man sich erst mal vor Ort ein Bild von der Angelegenheit macht. Denn der Schulwald ist nicht irgendein Wald, er wird von Schülern, aber auch von Kindergartenkindern und Wanderern genutzt. 130 Schulkinder haben jeweils ein eigenes Schreiben an den Landkreis aufgesetzt, um zu erklären, warum sie weiter in den Wald gehen möchten“, schildert Peters nur eine von vielen Aktionen, die nun am Ende dafür gesorgt haben, dass von einem Betretungsverbot keine Rede mehr ist. Auch die Apfelbäume, die in Lauenbrück traditionell für die Schulkinder gepflanzt werden, dürfen weiterhin gepflanzt werden. „In diesem Jahr haben wir uns wirklich stark um das Thema gekümmert und dann kam durch die Pandemie ohnehin alles durcheinander“, stellten die Mitglieder des Vereins fest. Vielleicht werde das nächste Jahr ruhiger.

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