Feuerwehrhaus und Fahrzeuge: Gemeinde muss Vorgaben ändern

Die Kosten verdoppeln sich

Die Geehrten und Beförderten der Feuerwehr Helvesiek. Foto: Klaus-Dieter Plage
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Helvesiek (age). Eigentlich sollte Ende des Jahres das neue Feuerwehrhaus in Helvesiek fertig sein. Danach sieht es im Moment jedoch nicht aus. Während der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Helvesiek überbrachte Friedhelm Indorf, Kämmerer der Samtgemeinde Fintel, nicht nur die Grüße der Samtgemeinde, sondern auch eine unerfreuliche Nachricht.

„Nach einem zweijährigen Antragsverfahren wurde Mitte Januar das Ausschreibungsverfahren angeschoben. Nach Durchsicht der eingegangenen Angebote waren die Ergebnisse recht ernüchternd“, berichtete Indorf. So überstiegen die Angebote in einigen Gewerken die Kostenschätzungen um 100 Prozent. Für zwei wesentliche Gewerken hatte zudem niemand ein Angebote abgegeben. „Alles muss noch einmal überdacht werden eventuell auch neu ausgeschrieben werden“, meinte der Kämmerer. Dadurch werde sich Neubau weiter verzögern. „Die eingereichten Angebote lagen schon über 800.000 Euro. Mit den Angeboten, die noch fehlen, und den Architektenleistungen werden wir für das Feuerwehrhaus in Helvesiek auf rund eine Million kommen“, erklärte Indorf und fügte hinzu: „Ebenfalls steht noch das Feuerwehrhaus in Vahlde an. Das Gebäude sollte eigentlich ein Abbild von Helvesiek werden“. Auch in Stemmen müsste vermutlich ein neues Haus entstehen. Ebenfalls ist noch die Anschaffung von fünf Feuerwehrfahrzeugen geplant. Auch bei den Fahrzeugen sind die Preise gewaltig gestiegen. Die zwei Hilfsleistungsfahrzeuge (HLF) waren mit 220.000 Euro geplant. Der Preis liegt jetzt bei rund 300.000 Euro. Der Preis für die drei geplanten Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF/W) ist von 95.000 auf 110.000 Euro pro Stück gestiegen. „Bei den Fahrzeugen werden wir auch bei rund eine Million Euro landen. Das überstrapaziert den Haushalt der Samtgemeinde Fintel. Das können wir so auf einmal nicht leisten. Das Feuerwehrhaus in Helvesiek kommt, wir können nur noch nicht sagen wann“, meinte Indorf.

Höhepunkt in der Jahreshauptversammlung waren Ehrung und Beförderungen. Jürgen Runge, Abschnittsleiter und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender, zeichnete Friedrich Hinrichs mit dem Feuerwehrehrenzeichen für 50-jährige Mitgliedschaft aus. „50 Jahre in der Feuerwehr Helvesiek ist ein Stück Leben, das man der Feuerwehr gewidmet hat“, meinte der Abschnittsleiter. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft zeichnete die Wehr Hans-Heinrich Klee sowie Hermann Klee aus.

Ortsbrandmeister Michael Albers beförderte Leon Schröder zum Oberfeuerwehrmann sowie Jannek Klee und Timo Holsten zu Hauptfeuerwehrmännern. Zu ersten Hauptfeuerwehrmännern beförderte Aolbers Olaf Lüdemann, Marco Oetjen und Ralf Schröder. Weitere Beförderungen nahm Gemeindebrandmeister Klaus Intelmann vor. Er ernannte Sebastian Bleck zum Oberlöschmeister und Dennis Brunkhorst zum Hauptlöschmeister. In die Altersabteilung entließ der Gemeindebrandmeister Ulrich Brunkhorst.

Während der Jahreshauptversammlung zog Ortsbrandmeister Michael Albers Bilanz über die Einsätze im vergangenen Jahr. 5.142 ehrenamtliche Dienststunden hatten die Kameraden bewältigt. Acht Einsätze hatte die Helvesieker Wehr. Viermal musste sie zu technischen Hilfeleistungen und dreimal zu Brandeinsätzen ausrücken. Ein Einsatz in der Kreisbereitschaft kam noch hinzu sowie Verkehrssicherungen bei Veranstaltungen. Zurzeit zählt die Ortswehr 41 aktive Mitglieder, davon sind zwei Frauen, und 15 in der Altersabteilung. Das Durchschnittsalter beträgt 41 Jahre.

Bürgermeister Ulrich. Brunkhorst überbrachte den Dank vom Rat und der Gemeinde: „Wir wissen was wir an euch haben und was ihr für den Ort macht“. Er wünschte sich, dass alle Feuerwehrkameraden heil und gesund aus den Einsätzen nach Hause kommen. Gemeindebrandmeister Klaus Intelmann hoffte, dass man in diesem Jahr noch in die Beschaffung für zwei TSF/W für Stemmen und Helvesiek gehen kann. „Die Lieferzeit beträgt zehn zwölf Monate. Für die HLF für Fintel und Lauenbrück beträgt die Lieferzeit zurzeit 27 Monate“, meinte Intelmann. Mit erschrecken müsste der Gemeindebandmeister feststelle, dass die Preise für die Feuerwehrhäuser davon galoppieren und die Fahrzeuge immer teurer werden.

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