Feuerwehr Fintel feiert Jubiläen mit Tag der offenen Tür

Doppelt Grund zu Feiern

Damals und heute: Die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr in den 1980er-Jahren (links) und der aktuelle Bestand. Aber nicht nur an den Fahrzeugen der Einsatzkräfte, sondern auch an ihrem Gebäude hat sich in den vergangenen Jahren viel getan.
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Fintel (acb). Seit 125 Jahren sorgt die Freiwillige Feuerwehr Fintel dafür, dass Brände schnell und sicher gelöscht werden, ist bei umgestürzten Bäumen zur Stelle, bei Überflutungen und anderen Hilfeleistungseinsätzen. Das wollen sie gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr bei einem großen Tag der offenen Tür am Samstag, 25. Mai, ab 11 Uhr feiern. Denn auch die hat in diesem Jahr Jubiläum: Seit 25 Jahren engagiert sich der Nachwuchs.

Seit fast einem Jahr planen die Organisatoren den Tag, denn es soll ein Fest für alle werden: „Wir wollen das Dorf am Jubiläum teilhaben lassen“, erklärt Ortsbrandmeister Oliver Sandau. Geplant ist unter anderem ein Orientierungsmarsch, zunächst für die Jugendfeuerwehren, am Nachmittag dann für die Erwachsenen aus den Freiwilligen Feuerwehren. Jeweils mehr als 30 Wehren aus dem Umkreis laden die Finteler dazu ein. An den einzelnen Stationen, zehn sind insgesamt quer durch den Ort verteilt, beteiligen sich neben den Feuerwehrleuten auch die Vereine. Sechs bis sieben Kilometer legen die Teilnehmer dabei zurück. „Es ist eine schöne Zusammenarbeit und wir sind begeistert, dass jeder Verein im Dort hilft. Allerdings werden uns solche großen Veranstaltungen schwerer gemacht, denn die Auflagen machen eine Zusammenarbeit untereinander schwieriger“, merkt Sandau an.

Für die Besucher stehen auf dem Festgelände auf dem Schulhof diverse Aktivitäten bereit, darunter ein Überschlagsimulator und eine Feuerwehr-Oldtimer-Ausstellung. Die Veranstaltung soll einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr bieten. Kaffee und Kuchen bei Musik vom Männergesangverein Frohsinn und den Finteler Deerns runden den Nachmittag ab. Den Abend lassen die Brandschützer bei einer Zeltdisco ausklingen. Die Finteler Wehr ist 1894 von 25 Männern ins Leben gerufen worden – unter ihnen der Heimatdichter Friedrich Freudenthal. „Damit sind wir die fünftälteste Ortswehr im Landkreis“, erzählt Sandau. Doch sie agierte zunächst mit sehr einfachen Mitteln, denn die Wehr besaß als einziges Feuerlöschgerät nur eine kleine Handdruckspritze. Das wurde 1904 zum Problem, denn auf dem Pferdemarkt brach ein Großfeuer aus. 14 Wohnhäuser und weitere Wirtschaftsgebäude brannten nieder. Um besser vorbereitet zu sein, schafften die Kameraden daraufhin eine große fahrbare Handdruckspritze an. Mit der Zeit hat sich die Ausstattung verbessert, heute verfügt die Wehr über drei Fahrzeuge, ein Tanklöschfahrzeug für drei Personen mit einer fest eingebauten Heckpumpe, ein Löschgruppenfahrzeug für neun Personen mit einer fest eingebauten Heckpumpe und einer mobilen Tragkraftspritzenpumpe sowie einen Mannschaftstransportwagen. 55 Mitglieder sind stets einsatzbereit, dazu kommen 16 in der Altersabteilung und 28 Fördermitglieder. In der Jugendfeuerwehr sind zehn Nachwuchs-Brandschützer aktiv. Anlässlich der Jubiläen hat die Feuerwehr ein Crowdfunding-Projekt über die Volksbank ins Leben gerufen. „Für das Rahmenprogramm und die gesetzlichen Vorgaben fallen hohe Investitionskosten an, die wir nicht ohne die Hilfe von Sponsoren stemmen können“, heißt es dort. Auch die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren soll damit unterstützt werden. Alle Förderwilligen können über die Homepage vb-ww.viele-schaffen-mehr.de/feuerwehr-fintel bis Mitte Mai spenden.

Autor

Jens Loës Jens Loës
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 jens.loes@rotenburger-rundschau.de

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