Der Botheler Oliver Große engagiert sich für die Jugendfeuerwehr der Gemeinde - Von Nina Baucke

Druck auf den Alarmknopf

Oliver Große kümmert sich um den Nachwuchs der Botheler Brandschützer.
 ©Nina Baucke

Bothel. Einsatz in der Schule: Die Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Bothel rollen an und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr springen heraus, greifen zu den Schläuchen und laufen in das Gebäude auf der Suche nach vermissten Personen. Oliver Große schaut dabei ganz genau hin. Er hat als Leiter der Jugendabteilung die Übung organisiert. „Schließlich sollen sie es ja von der Pike auf lernen“, sagt der erfahrene Brandschützer.

Dazu gehört auch, dass die Jugendlichen die Hierarchien untereinander im Einsatz anerkennen sowie die entdeckten „Verletzten“, genauer gesagt, sind es Puppen, fachgerecht auf Tragen betten und aus dem Gebäude bringen. „Und sie sollen funken“, bemerkt Große. „Beim Digitalfunk sind da oft noch Hemmschwellen, aber einige machen das schon sehr gut.“

Seit 1985 mischt er selbst aktiv bei den Botheler Brandschützern mit, davon seit diesem Jahr als Ortsbrandmeister, seit 1996 kümmert er sich um die Jugendabteilung. „Es gab zwar schon mal eine, in den siebziger Jahren, aber die ist damals wieder aufgegeben worden.“ Große brachte dann vor gut 20 Jahren den Neuanfang ins Rollen. „Es macht einfach Spaß, den Kindern etwas beizubringen. Nach der Zeit darf man da allerdings nicht gucken“, sagt der Botheler. „Ich habe mal kurzzeitig Stunden gezählt. Das bringt aber nichts“, setzt er mit einem Lachen hinzu. „Aber die Anerkennung ist immer da – und das fühlt sich schon sehr gut an.“

Das seine Arbeit Früchte trägt, sieht Große in vielerlei Hinsicht. Da ist zum einen die stolze Zahl von 30 Brandschützern, die seit 1996 von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst bei den Erwachsenen gewechselt sind. Zum anderen sind da die ersten Nachwuchsfeuerwehrleute, die sich mehr und mehr nicht nur in der Jugendfeuerwehr engagieren, sondern auch für sie. „Auf dem Wege kann man schon etwas bewirken“, sagt Große zufrieden. Und zum Schluss sprechen auch die zahlreichen Pokale, Medaillen und Urkunden in einer Vitrine im Jugendraum des Feuerwehrhauses eine deutliche Sprache. „Dabei sein ist alles, aber wenn wir beim Kreiswettbewerb den zweiten Platz belegen, macht uns das besonders stolz. Auf jeden Fall bestätigt das unsere Arbeit“, sagt Große.

Aber es sind nicht nur die Jugendlichen in der Botheler Feuerwehr, um die er sich kümmert. Große organisiert zudem Aktionen gemeinsam mit den anderen drei Jugendwehren der Samtgemeinde, Löschübungen, Zeltlager und einiges mehr. „Wir wollen den Jugendlichen was bieten“, bemerkt Große. „Dazu gehört dann auch, dass sie vor einer Übung hier im Feuerwehrhaus übernachten und wir sie dann morgens mit Alarm aus dem Schlaf holen.“

Wenn eines für sein Engagement mit den Jugendlichen wichtig ist – „Geduld“, sagt Große und lacht. „Geduld ist ganz wichtig.“ Die ist dann auch bei seinem nächsten Projekt gefragt. Seine Schützlinge in der Jugend-abteilung sind zwischen zehn und 16 Jahren alt, jetzt will er auch ein Angebot für die Sechs- bis Zehnjährigen auf die Beine

stellen – eine Kinderfeuerwehr. An Rückzug denkt er dabei kein bisschen. „Vielleicht werde ich im nächsten Jahr ein wenig abgeben, aber ich will das ansonsten noch lange weitermachen.“

Jugendliche, die Lust haben, bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen, lädt Oliver Große ein, bei einem der nächsten Treffen dabei zu sein. Die nächsten Termine sind jeweils montags, 30. November und 7. Dezember, von 17.30 bis 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Bothel.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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