Zwei Brände in Kirchwalsede und Bothel beschäftigen Feuerwehr

Akku fängt Feuer

In Kirchwalsede hatte am Sonntag ein Akku für einen Brand in einem Flur gesorgt (links). Bereits am Freitag war es in Bothel zu einem Herdbrand gekommen, bei dem die Brandschützer einen vierjährigen Jungen evakuierten.
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Bothel/Kirchwalsede (r/nin). Zwei Brände beschäftigten in den vergangenen Tagen die Feuerwehren in der Samtgemeinde Bothel. So waren 56 Brandschützer im Einsatz, als es am vergangenen Sonntag in dem Flur eines Mehrfamilienhauses an der Westerwalseder Straße in Kirchwalsede brannte.

Vom Brand im Flur aus verbreitete sich der Rauch in dem Haus. Der Eigentümer und seine Familie bemerkten das Feuer gegen 21 Uhr und alarmierten die Feuerwehr. Von der Leitstelle wurden daraufhin die Ortsfeuerwehr Kirch- und Westerwalsede sowie die Einsatzkräfte aus Bothel und Mitglieder der Feuerwehr Hastedt mit der Wärmebildkamera dazugeholt. Da es im abgesetzten Notruf hieß, dass noch Personen im Haus seien, ging auch ein Alarm an den Rettungsdienst.

Vor Ort zeigte sich, dass der Eigentümer bereits einen ersten erfolgreichen Löschversuch gewagt hatte. Dabei hatte er das giftige Rauchgas eingeatmet. Der Rettungsdienst brachte ihn daraufhin zur Überwachung ins Krankenhaus noch Rotenburg. Die Brandschützer spülten das verrauchte Wohnhaus mit Frischluft. Sicherheitshalber untersuchten sie im Anschluss die Räume und Zwischendecken mit der Wärmebildkamera ab und übergaben dann die Einsatzstelle an die Eigentümer. Erste Ermittlungen der Polizei ergaben die Vermutung, der Brand sei beim Aufladen eines Akkus entstanden. „Brände, die durch elektrische Geräte verursacht werden, sind keine Seltenheit“, warnt daher Feuerwehrpressesprecher Dennis Preißler. „Laut dem Institut für Schadensverhüttung und Schadensforsch werden in Niedersachsen 31 Prozent aller Brände durch Elektrizität verursacht. Bereits am Freitagnachmittag war die Botheler Feuerwehr, ebensowie Brandschützer aus Brockel und Hemsbünde bei einem Wohnungsbrand in die Straße Zur Bünde in Bothel im Einsatz. Laut der ersten Meldung hieß es, dass Essen auf dem Herd stehen würde und die Wohnungstür verschlossen sei. Die erste Erkundung der Feuerwehr ergab, dass eine Frau vor der Wohnung stand und mitteilte, dass ihr Kind noch in dem verrauchten Haus sei. Aufgrund der dramatischen Lage öffneten die Einsatzkräfte die Wohnungstür gewaltsam, ein Trupp von Atemschutzgeräteträgern durchsuchte die kleine Wohnung und fand den verängstigten vierjährigen Jungen unter seinem Bett. Sie brachten das Kleinkind umgehend in Sicherheit und übergaben es dem Rettungsdienst. Der Junge kam anschließend zur Kinderklink ins Rotenburger Krankenhaus. Als Brandursache bestätigte sich die Meldung mit dem Essen auf dem Herd, die Feuerwehrleute brachten das Brandgut ins Freie und befreiten darauf die verrauchte Wohnung mit einem Drucklüfter vom Brandrauch. Im Anschluss reparierte ein Tischler notdürftig die Wohnungstür. Es waren aus allen drei Ortsfeuerwehren insgesamt 63 Mitglieder vor Ort, die Polizei sowie der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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