Zukunft der Wiedau-Schule wurde beraten - Von Stephan Voigt

Botheler vor Gericht?

Die Wiedau-Schule bleibt Haupt- und Realschule u2013 zumindest vorerst Foto: Archiv
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg bekommt eine Integrierte Gesamtschule (IGS). Wie aber soll die Zukunft der Botheler Wiedau-Schule aussehen? Wird eine Oberschule geplant oder sollen die Botheler weiterhin eine Haupt- und Realschule behalten? Darüber diskutierten jetzt die Botheler Politiker. Barbara Frömming (SPD) brachte sogar eine Klage gegen die Ablehnung einer IGS für Bothel durch die Landesschulbehörde ins Spiel.

„Die Landesschulbehörde hat unseren IGS-Antrag abgelehnt, weil unsere Schüler eine solche Schule in zumutbarer Entfernung in Rotenburg erreichen können. Dort können unsere Schüler aber wohl wegen des Berstschutzes gar nicht hin. Das widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Da müssen wir uns wehren“, sagte Frömming, die auch gleich einen Entwurf für ein Widerspruchsschreiben verteilen ließ. Birgit Brennecke (Grüne) stimmte Frömming zu und kritisierte vor allem, dass zwar Botheler Schüler zur Einrichtung einer IGS in Rotenburg hinzugerechnet werden können, Bothel aber nur auf eigene Schüler zurückgreifen darf, wenn es selbst eine Gesamtschule installieren möchte. Wegen dieser Regelung sei in Bothel nicht mal eine Dreizügigkeit – also drei Klassen pro Jahrgang – gewährleistet, bestätigten sowohl Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Woltmann als auch Schulausschussvorsitzender Ludger Brinker (CDU). Dennoch machte Woltmann deutlich, dass er von einer möglichen Klage nichts hält: „Ich sehe keine Chance für uns. Außerdem hat die Rotenburger IGS den Berstschutz ja nur, weil die umliegenden Gemeinden den wollten, damit die Schulen nicht ausbluten. Das war eine Standortfrage – da dürfen wir uns nicht scheuen, das auch mal offen zu sagen. Wenn wir das wollen, dann können wir sagen, dass die Botheler doch nach Rotenburg zur IGS gehen sollen.“ Auch Dr. Gabriele Hornhardt (CDU) versuchte Frömming klarzumachen, dass eine Klage nicht erreichen würde, dass Bothel oder eine andere Südkreis-Kommune eine IGS bekommt, sondern dass der Berstschutz in Rotenburg aufgeweicht wird. Annegret Kregel (CDU) gab zu, dass die Begründung der Landesschulbehörde widersprüchlich sei, fügte aber hinzu: „Man muss irgendwann wissen, wann man verloren hat.“ Woltmanns Vorschlag, den ablehnenden Bescheid dem Schulrechtsexperten Dr. Dieter Gallas zur Prüfung vorzulegen, wurde dann aber angenommen. Über die lange Diskussion eines Widerspruchs geriet aber fast in Vergessenheit, dass über die Zukunft der Wiedau-Schule gesprochen werden sollte. Das monierte auch der Ausschussvorsitzende Brinker. Annemarie Dollinger, Leiterin der Wiedau-Schule, stellte daraufhin kurz das Ergebnis einer Arbeitsgruppe vor: „Wir wollen zumindest im nächsten Schuljahr noch eine Haupt- und Realschule bleiben. Damit wären wir eine Alternative zur IGS in Rotenburg. Dort warten wir mal ab, wie sie sich entwickelt. Außerdem wollen wir unser Konzept weiterentwickeln und uns besser nach außen darstellen, um anderen Orten zu zeigen, dass man hier auch gut zur Schule gehen kann.“ Das befürworteten sowohl Kregel als auch Frömming. Positiv bewertet wurde von der SPD-Politikerin, dass die Wiedau-Schule ihr Profil schärfen will. Die Politiker nickten das Vorhaben daraufhin einstimmig ab.

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