Wibke Gundelsweiler über Musik in Corona-Zeiten

Proben mit Abstand

Wibke Gundelsweiler
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Wibke Gundelsweiler, Vorsitzende der Blaskapelle Hemslingen, über das Vereinsleben in Corona-Zeiten.

In wieweit hat das Coronavirus Ihre Arbeit verändert?

Das Musizieren im Orchester ist durch das Corona-Virus deutlich erschwert worden. Die größte Zeit des Jahres konnten wir gar nicht gemeinsam proben. Im Sommer ging es dann unter freiem Himmel, was auch gut funktioniert hat. Da unser Proberaum nicht ausreichend groß ist, um mit Abstand in der kühleren Jahreszeit drinnen zu musizieren, haben wir uns im Herbst nach einer anderen Möglichkeit umgesehen. Der Schützenverein Söhlingen war so nett, uns seine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Weiterhin haben wir ein Hygienekonzept entwickelt. Natürlich war das für uns als ehrenamtlicher Vorstand ein enormer Mehraufwand. Aber die Arbeit hat sich gelohnt und man hat gemerkt, dass alle Musiker sehr froh waren, die Proben wieder aufnehmen zu können. Die Auftritte und damit auch unsere Möglichkeit Geld einzuspielen sind in diesem Jahr für uns komplett ausgefallen. Da unsere laufenden Kosten momentan gering sind, bereitet uns dies nicht so große Probleme wie anderen Vereinen. Dennoch ist dies eine äußerst ungünstige Lage, da doch einige Anschaffungen und Vorhaben auf die wir hin sparen, so erstmal in weite Ferne gerückt sind.

Welche positiven Aspekte sehen Sie?

Besonders positive Aspekte kann ich aus musikalischer Sicht leider nicht feststellen. Die Musik bei uns in Hemslingen lebt einfach von dem persönlichen Miteinander. Es ist dennoch schön zu sehen, dass viele Musiker auch jetzt zueinander Kontakt halten. Besonders das Wiedersehen nach dem ersten Lockdown hat ein positives Gefühl hinterlassen. Auf der einen Seite gab es unglaublich vieles über das sich ausgetauscht wurde und was erzählt werden musste und auf der anderen Seite herrschte aber auch sofort wieder eine enge Vertrautheit als wäre man nicht drei Monate voneinander getrennt gewesen. Dies lässt mich hoffen, dass unsere „Musikerfamilie“ auch den erneuten Lockdown und alles was vielleicht noch kommen mag überstehen kann.

Was planen Sie für das kommende Jahr?

Im kommenden Jahr wird die Blaskapelle Hemslingen 50 Jahre alt. Wir planen dazu ein großes Jubiläumskonzert unter dem Motto „Best of Blaskapelle Hemslingen“. Durch den erneuten Lockdown, ist es für uns momentan nicht möglich gemeinsam zu proben. Dadurch geraten wir hinsichtlich des Konzerts natürlich in Verzug. Wir hoffen sehr, dass wir noch rechtzeitig wieder proben können, um ein Konzert auch unseren eigenen Ansprüchen genügend, darbieten zu können. Außerdem planen wir für August ein Jubiläumswochenende, an dem wir mit befreundeten Musikern sowie allen Freunden der Blaskapelle Hemslingen, dem Dorf, der Samtgemeinde, dem Landkreis und am liebsten mit der ganzen Welt, ausgelassen feiern möchten. Die Planungen hierzu laufen trotz der andauernden unklaren Lage weiter heiß und wir hoffen sehr, dass unser Fest und das Konzert stattfinden können. Wir geben die Hoffnung nicht auf und planen ganz nach dem Motto „Absagen können wir immer noch“.

Worauf freuen Sie nach der Rückkehr zur Normalität sich als Verein an meisten und wieso?

Ich denke am meisten freuen wir uns alle darauf, endlich wieder gemeinsam zu musizieren. Wir möchten einfach wieder gemeinsam üben und die tollen Stücke, die wir für unser Konzert rausgesucht haben, mit Leben füllen. Unsere Vorfreude auf unser Jubiläumsjahr ist schon seit langer Zeit gewachsen und wir haben so richtig große Lust ein fantastisches Programm darzubieten und 50 Jahre Blaskapelle Hemslingen zu präsentieren.

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