Samtgemeinde Bothel verabschiedet Haushalt für 2021 - Von Nina Baucke

Ausgeglichen

Die Finanzen der Samtgemeinde Bothel bestimmten die letzte Sitzung des Rates im Jahr 2020, bevor sich das Kommunalparlament in die Weihnachtspause ging. Symbolfoto: Dennis Bartz
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Bothel. In ihrer letzten Sitzung des Jahres machten die Mitglieder des Botheler Samtgemeinderates am vergangenen Dienstag kurzen Prozess mit dem Haushalt für das Jahr 2021: Sie gaben dem Zahlenwerk, das Kämmerer Michael Fehlig und sein Nachfolger im kommenden Jahr Henrik Koopmann erstellt hatten, einstimmig ab.

Denn da bereits die Ausschüsse in den vergangenen Wochen die Summen besprochen hatten, machten sie umfangreiche Diskussionen in der großen Runde überflüssig. „Die Beratungen waren schon im Ausschuss mit zehn Minuten rekordverdächtig kurz, denn die Verwaltung hat uns alles sehr gut erklärt“, lobte Ratsfrau Ursula Hoppe (CDU), Vorsitzende des Finanzausschusses. Auch ihr Fraktionskollege Rolf Lüdemann urteilte: „Die Haushaltslage ist ausgeglichen.“ Lob gab es auch für die Art und Weise, wie die Kämmerei den Haushalt aufbereitet hatte – unter anderem lag erstmals am Sitzungsabend ein sogenannter „Taschenhaushalt“, ein Flyer mit den wichtigsten Daten zum Haushalt, zur Übersicht bereit.

Die ordentlichen Erträge belaufen sich auf rund 5,9 Millionen Euro, dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von sechs Millionen Euro. Dennoch ist der Kommune der Ausgleich gelungen, denn der Fehlbetrag von rund 100.000 Euro lässt sich mit der Überschussrücklage verrechnen. In die Hände spielt der Samtgemeinde aber auch die Senkung der Kreisumlage, die dafür sorgt, dass auch die Mitgliedsgemeinden mehr haben: „Da haben also alle etwas davon“, so Koopmann.

Eine Sache brachten die Ratsmitglieder zudem noch auf den Weg: Im kommenden Jahr wollen sie einen weiteren Schritt weg vom Papier hin zu mehr Digitalisierung machen und stimmten einmütig für einen Antrag der SPD-Fraktion, die vorgeschlagen hatte, den Rat mit Tablets auszustatten.

„Ein Haushaltsentwurf umfasst 266 Papierseiten“, bemerkte Werner Meyer (SPD). „Wir hinken, was die Digitalisierung angeht, im internationalen Vergleich sowieso schon hinterher, da sollten wir den Schritt gehen und nun auch moderner werden.“

Als einzige Gemeinde arbeitet derzeit bereits Westerwalsede mit Tablets – quasi als Probelauf. „Wir haben damit positive Erfahrungen gemach“, so Bürgermeister Jochen Hestermann (CDU). „Es ist zweifelsohne der richtige Schritt.“

Die Verwaltung soll sich nun daran machen, ein Ratsinformationssystem und die dazu benötigte Software zu erstellen sowie die technischen Voraussetzungen und die notwendigen Kosten für die Beschaffung der Tablets ermitteln. „Ich freue mich, dass wir diesen Schritt machen“, so Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle. Er hoffe, dass die Einführung der Tablets zur nächsten Legislatur möglich ist.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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