Mühlentag am Pfingstmontag: Einblicke in vergangene Arbeitswelten

Alte Gemäuer öffnen Pforten

Die Brockeler Mühle steht am Pfingstmontag allen Besuchern offen. Archivfoto: Nina Baucke
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Brockel (woe). Hinter die Kulissen geschaut: Zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag öffnet sowohl der Arbeitskreis Mühlenverein Brockel „sein“ Baudenkmal als auch die Familie Bammann die Wassermühle in Kirchwalsede.

„Wir werden die Mühle bis 18 Uhr für unsere Gäste offen halten. Jeder Besucher kann sich die Technik der Mühle von den Müllern Gerhard Dittmers und Werner Mattick erklären lassen“, kündigt in Brockel Vereinsvorsitzender Gerd Krüger an. Zu Sehen sind neben der Technik des Mahlens von Getreide auch weitere Arbeiten eines Müllers, wie das Instandhalten und Warten der Mechanik.

Bei Windflauten trieb in der Vergangenheit das Mahlwerk die Mühle mit einer Dampfmaschine an. Den Betrieb der Dampfmaschine erläutern die beiden Maschinisten Manfred Mierwald und Fritz Jahn den Gästen ausführlich. Mit einem Open-Air-Gottesdienst am Pfingstmontag startet der Aktionstag vor der Mühle. „Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder auf gutes Wetter. Aber wir sind auf jede Witterung vorbereitet“, verspricht Krüger.

Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr und endet etwa um 11 Uhr. Nach Abschluss des Gottesdienstes öffnet die Mühle und das Gerätemuseum seine Türen. Ab diesem Zeitpunkt sind Getränke, Erbsensuppe, Würstchen und belegte Brötchen erhältlich. Kaffee und Kuchen wird am Nachmittag angeboten. Der Spielmannszug Brockel und die Gitarrengruppe Brockel treten auf. Der Mühlenverein Brockel wurde 1993 gegründet. Krüger: „Unsere Aufgabe ist es, dieses einmalig historische Denkmal der Region und der Nachwelt zu erhalten.“ Detlef Rasch zeigt anhand eines Mühlenmodells die Funktionsweise. Und: „Wir brauchen jede helfende Hand. Interessierte sind stets willkommen. Wir suchen für die Zukunft des Vereins weitere Mitglieder, die sich ehrenamtlich einbringen möchten.“

In Kirchwalsede sorgen bereits das massiv wirkende Wasserrad und die ausgemauerte Fachwerkfassade für Faszination, und das kann jeder Interessierte am Pfingstmontag erleben. Auf dem bundesweiten Mühlentag präsentiert die Familie Bammann die Wassermühle, idyllisch gelegen, am Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit.

„Von 10 bis 17 Uhr ist die Mühle geöffnet“, berichtet Eckhard Bammann. Natürlich ist auch das Trauzimmer der Samtgemeinde Bothel im Mühlengebäude zu besichtigen. „Die Trauungen in der Mühle werden sehr gut angenommen“, schildert Bammann. In den vergangenen Jahren war die Wassermühle immer ein beliebtes Ausflugsziel, das viele Radwanderer und Ausflügler anzog. Und so rechnet die Familie Bammann wieder mit einer guten Besucherresonanz. „Seit 2000 öffnen wir die Mühle der Bevölkerung und bieten dabei Kaffee, Kuchen und Erbsensuppe an. In diese Jahr beteiligen wir uns wieder am Mühlentag, aber ohne eine Bewirtung“, betont Bammann, Inhaber der Mühle. Die jahrhundertealte Wassermühle erfuhr durch die jeweiligen Besitzer mehrere Umbauten. Die Besonderheit an der Federloher Mühle ist das oberschlächtige Wasserrad, eine Bauart, die in der Region nur selten anzutreffen ist. Bis 1974 trieb das Wasser das Mahlwerk an. Danach mahlten die Besitzer mit einem elektrisch angetriebenen Hammermühle bis 1985 nur noch für den Eigenbetrieb. Ende der 1990er-Jahre wurde die Wassermühle mit erheblich hohem Aufwand restauriert und der ursprüngliche Mahlgang wieder instand gesetzt.

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