Jugend sammelt Ideen für das Wiedau-Walsede-Projekt - Von Lara Wachtmann

„Eine große Suppe“

Katharina Brüntgens beim Sammeln von Projektideen der Jugendlichen. Foto: Lara Wachtmann
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Bothel. Ein Ort zum Treffen, sich Kennenzulernen und gemeinsam Spaß haben: Das vermissen viele Jugendliche in Bothel. Und eben diese Forderung machten sie am Mittwoch bei einer Versammlung im Rahmen der Dorfentwicklung Wiedau-Walsede deutlich. 14 Jugendliche aus der Gemeinde waren im Rathaus zusammengekommen, um über ihre Ideen für die Zukunft ihrer Dörfer zu diskutieren.

Die Leitung der Sitzung hatten Bauleiter Volker Behr, der bei der Samtgemeinde unter anderem für den Neubau der Wiedauschule zuständig ist, und Katharina Brüntgens vom Planungsbüro „Mensch und Region“ übernommen. Das Wiedau-Walsede-Projekt ´beschäftigt sich mit der Nahversorgung in den Dörfern und möchte Kommunikationsräume schaffen.

Die Jugendlichen hatten in diesem Rahmen gleich vor Ort die Möglichkeit, über eine Internetumfrage mitzuteilen, wo sie herkommen oder was ihre Lieblingsorte in ihrem Wohnort sind. Das Ergebnis war sofort in der Präsentation sichtbar.

Außerdem konnten sie mit kleinen Aufklebern diese Lieblingsorte auf einer Karte markieren. Sie hatten auch die Möglichkeit, ihr Dorf in Kategorien wie Erscheinungsbild, Dorfgemeinschaft oder auch Freizeit- und Vereinsangebot zu bewerten. Dabei schnitt am besten das Erscheinungsbild ab – und zeigte, dass die Jugendlichen die idyllischen Grünflächen und die ruhige Atmosphäre in ihren Dörfern zu schätzen wissen. Auch auf eine Dorfgemeinschaft und den Zusammenhalt untereinander ist den Jugendlichen wichtig. Dazu gehören Schützen- und Erntefeste. Schlecht dagegen bewerteten sie die Kategorien Mobilität und Freizeitangebot.

Denn Mobilität und fehlende Jugendräume waren große Themen der Veranstaltung. Die Jugendlichen bemängelten die Busverbindungen in ihren Dörfern, auch die Möglichkeit der Ruftaxen sei für sie keine Alternative, da sechs Euro pro Fahrt gerade für Schüler oft zu teuer sei. Sie kritisierten auch die Busverbindungen zu ihren Schulen, da der Fahrplanänderung einige Fahrten zum Opfer gefallen waren. Auch kritisierten sie gerade in Bothel fehlende Jugendräume.

Nach dem Sammeln der Probleme hatten sie die Möglichkeit, Projektideen anzubringen, dabei trugen sie die verschiedenen Anliegen zusammen. Unter anderem kam die Idee einer Reaktivierung der Bothler Landjugend, ein möglicher Jugendraum im ehemaligen Kindergarten sowie die Idee eines „Trimm-dich-Pfades“ auf. Auch eine mögliche Veranstaltung mit den Erwachsenen, um sich mit ihnen auszutauschen, war eine der vielen Projektideen. Zum Überraschen des Bauleiters, waren die digitalen Medien kein Thema des gestrigen Abends. „Wenn die Jugend jetzt etwas bewegt, dann kann auch die nachfolgende Generation davon profitieren“, so Behr. Brüntgens wiederum hält die Ideen der Jugendlichen für realisierbar: „Gerade die Idee eines Jugendraumes ist sehr gut umsetzbar.“ Sie appellierte auch daran, dass nicht jeder sein „eigenes Süppchen kochen soll, sondern alle eine große Suppe zusammen“. So soll es ihrer Meinung nach eine Zusammenkunft von Jung und Alt geben. Schwieriger sieht es allerdings bei der Mobilität aus. „Die Anbieter fahren ihr Angebot im ländlichen Raum leider immer mehr zurück“, so Brüntgens. „Für eine Lösung des Problems müssen die Samtgemeinden und Anbieter eng zusammenarbeiten.“ Zum Schluss forderten sie und Behr die Jugendlichen auf, zu den „Verantstaltungen für Erwachsene“ zu gehen und ihre Ideen auch dort einzubringen.

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