Hemsbünder Kindertagesstätte erkundet mit Klettern und Spielen den Wald - Von Nina Baucke

Suche nach „Kicherzwergen“

Die Kinder der Kindertagesstätte "Zum Froschkönig" erlebten spannende Tage im Wald. Fotos: Nina Baucke
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Hemsbünde. Die Hände voller Erde, ausgerüstet mit Gummistiefeln und Matschhosen: Die Hemsbünder Kindertagesstätte „Zum Froschkönig“ verlegte in der vergangenen Woche für zwei Tage den Betrieb in die freie Natur – und dieser ganz besondere Spielplatz auf Zeit kam bei den Kindern an.

Denn im dichten Grün zwischen Bäumen und Sträuchern hatten sich die Kinder ein gemütliches Lager inklusive Waldsofa mit mitgebrachten Kissen eingerichtet. „Wir zeigen ihnen hier Möglichkeiten, ihre Freizeit draußen zu verbringen, auf Bäume zu klettern und die Natur zu erleben – und nicht nur vor dem Fernseher oder einer Spielekonsole“, sagt Erzieherin Merlehna Neubacher, die mit drei Kolleginnen, einer FSJlerin und einer Praktikanten die zwei Tage organisiert hatte. Das Konzept kommt an: „Wir sehen gerade auch bei Kindern, von denen wir wissen, dass sie sich zu Hause viel vor den Bildschirm setzen, wie viel Spaß sie hier draußen haben“, freut sich Neubacher.

29 Kinder, also zwei Gruppen, die Sterntaler und die Mondbären, spielten im Dickicht, hangelten sich auf Baumstämmen entlang, bauten Höhlen, erkundeten die vielfältige Natur des Waldes und machten sich obendrein noch auf die Suche nach, wie sie sagten, den „Kicherzwergen“. Viel an Equipment hatten sie dabei nicht im Gepäck. „Wir spielen hier mit dem, was wir finden“, sagt Neubacher.

Bei einer Schatzsuche ging es darum, beispielsweise mal fünf bestimmte Blätter, mal drei Stöcker zusammenzutragen. Zwei Bäume dienten als Rahmen zum Weben mit Wollfäden und bunten Blättern. „Das Schöne ist, dass die Kinder hier draußen ihre eigenen Spiele entwickeln“, erklärt die Erzieherin, die in jedem Jahr mit ihren Schützlingen für zwei bis drei Tage das Gebäude gegen ein Blätterdach eintauscht.

Der pädagogische Effekt des Ausflugs kam dabei so ganz nebenbei: „Die Kleinen passen auf den Wald auf. Unter anderem haben sie Taschentücher aufgesammelt und in den Müll geworfen – damit die Rehe diese nicht fressen“, betont Neubacher stolz.

Der Wald, in dem die Kleinen auf Erkundungen gingen, ist in Privatbesitz, „aber die Eigentümer haben selbst Kinder bei uns und waren von der Idee der Waldtage sehr begeistert“, freut sich wiederum Erzieherin Charleen Baden.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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