Grüne gründen Ortsverband Bothel / Brennecke als Vorsitzende

Ideen vor Ort umsetzen

Birgit Brennecke
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Bothel (nin). Ein Ansprechpartner sein und Ideen umsetzen: Das ist das Ziel des Ortsverbandes der Grünen, der sich nun in Bothel neugegründet hat. „Den Entschluss, einen Ortsverband zu gründen, hatten wir schon seit der letzten Kommunalwahl. Wir wollten gleich im Anschluss an die starke Aufstellung im Rat Hemslingen und im Samtgemeinderat weiter zusammen arbeiten“, erklärt die neue Verbandsvorsitzende Birgit Brennecke gegenüber der Rundschau.

„Daraus ist dann erst einmal ein monatliches Treffen mit einem regelmäßigen Stammtisch hier in Hemslingen geworden“, sagt Brennecke. Da waren vor allem Interessierte aus Bürgerinitiativen und Unterstützern bei der Aufklärung rund um die Erdgas und Erdölförderung dabei. Es zog allerdings noch Zeit ins Land: „Erst haben wir die Gründung auf die Zeit nach den Bundestags- und Landtagswahlen verschoben, dann dauerte es fast noch ein weiteres Jahr“, erinnert sich Brennecke. Und dann war da noch der formale Weg, denn vor dem Start stand noch eine Klausurtagung des Kreisverbands zu Orientierung und eine weitere Kreismitgliederversammlung, bei der sich die Hemslingerin und ihre Mitstreiter die Zustimmung der Kreisarbeitsgruppe (KAG) einholten. Erste Vorsitzende ist Brennecke, zweite Vorsitzende Uta Tümler und das Amt des Kassierers bekleidet Benjamin Brennecke.

Ein wichtiges Thema soll für den neugegründeten Ortsverband die Dekarbonisierung, also Verringerung der CO2-Emmissionen, auf kommunaler Ebene sein. „Dafür werden wir uns vom Land und Bund die notwendige Unterstützung holen“, sagt Birgit Brennecke. „Die Dekarbonisierung erachten wir als dringend notwendig, allein schon um den Klimawandel nicht weiter zu befeuern.“ Der Ausstieg aus Kohle, Gas und Erdöl als Wärmeenergie sei ihr und ihren Mitstreitern mit der Aussicht auf Fracking, Lagerstättenwasserverpressung und einer Reststoffabfallanlage aus dem Elbe-Weserraum besonders wichtig. „Es berührt unsere Menschenrechte über die Umwelteinflüsse und wir werden uns auch nicht scheuen, uns weiterhin an die Verantwortlichen auf sämtlichen politischen Ebenen zu wenden und Missstände aufzuzeigen.“

Aber auch die Möglichkeiten, die die niedersächsische Sozialpolitik und Gesundheitspolitik bietet, habe man bereits für die Aufklärung der Krebserkrankungen in der Samtgemeinde nutzbar einbringen können. „Wir bleiben dabei am Ball und freuen uns über den inzwischen parteiübergreifenden Konsens und Einsatz aller Kommunalpolitiker in der Samtgemeinde“, betont Brennecke.

Des Weiteren will sich der neue Ortsverband mit dem Thema Bildung auseinander setzen. „Die Möglichkeiten daran teilzunehmen, sollte allen Menschen erschlossen sein“, ist Brennecke überzeugt. Darüber hinaus stehten der ÖPNV, Radwegenetze und Erhaltung der Freibäder „sowie die Frage, wie unsere Samtgemeinde ihre Vorzüge bewahren und hervorheben kann, wie sich hier die ärztliche Versorgung in Zukunft gestalten wird und wie wir unser Trinkwasser besser schützen können“, so Brennecke weiter. „Für uns ist der Schritt von der Ortsgruppe zum Ortsverband ein Schritt zu mehr Öffentlichkeit, und wir danken dem Kreisverband der Grünen Rotenburg und dem Landesverband der Grünen Niedersachsen sowie den Mitgliedern der Grünen aus der Samtgemeinde Bothel für ihre Unterstützung.“

Interessierte erreichen Brennecke telefonisch unter 04266/954546, Tümler steht unter 04266/769 als Ansprechpartnerin bereit.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
 04261 / 72 -433
 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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