Carolin Muschter verlässt Botheler Samtgemeinderat

Abschied mit Kritik

Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle verabschiedete Ratsfrau Carolin Muschter nach 15 Jahren im Samtgemeinderat. Foto: Henning Leeske
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Bothel (hl). Der Wählerwille der letzten Kommunalwahl sorgte für zwei Sitze der Wählergemeinschaft Samtgemeinde Bothel (WSB) im Kommunalparlament. Als Gruppe mit den Grünen hatten die WSB-Vertreterinnen sogar ein gewisses politisches Gewicht im Rat und dessen Ausschüssen. Nun ist aber Fraktionsmitglied Carolin Muschter aus der Samtgemeinde verzogen und die anderen WSB-Kandidaten auf der Liste sind auch nicht mehr in der Samtgemeinde wohnhaft oder verzichteten aus persönlichen Gründen auf ihr Mandat.

Laut Verwaltung wurde jede einzelne der vier Personen nach und nach geprüft oder angefragt. Das Ergebnis ist, dass Gabriele Hornhardt die letzte WSB-Vertreterin im Samtgemeinderat ist und die Mehrheitsverhältnisse sich in dem Gremium verändert haben. Muschters Platz bleibt frei und die CDU hat nun mit elf Mandaten genau 50 Prozent der Sitze.

Die Christdemokraten beantragten deswegen die Neubesetzung der Ausschüsse und sicherten sich so den Vorsitz des Planungs- und Umweltausschusses. Bislang war Hornhardt die Vorsitzende des Ausschusses. Nicht unerwartet kritisierte Muschter dieses Vorgehen in ihrer Stellungnahme zur Verabschiedung während der Ratssitzung am vergangenen Dienstag. Die Sozialdemokraten im Samtgemeinderat hielten sich dagegen zurück, hatten ihre Parteifreunde im Gemeinderat Hemsbünde doch die gleiche Rochade nach dem Sitzverlust Muschters vollzogen. Bei der nötigen Neuwahl der stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister gab es keinen großen Überraschungen: Hans-Hinnerk Meyer (CDU) ist der neue und alte erste Stellvertreter, und die SPD-Fraktionsvorsitzende Heidrun Röhrs wählte der Rat ebenfalls einstimmig zur neuen zweiten Stellvertreterin. Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle dankte bei der Verabschiedung Carolin Muschter mit einem Blumenstrauß für ihr 20 Jahre langes Engagement in der Kommunalpolitik, 15 Jahre davon im Samtgemeinderat und 20 Jahre im Gemeinderat Hemsbünde. „,Gegen die da oben kann man nichts machen‘, habe ich immer wieder gehört. Das ist falsch. Und das habe ich in den 20 Jahren hinreichend bewiesen“, sagte Muschter zum Abschied. „,Die da oben kümmert nicht, was wir hier denken‘ – das ist leider zum Teil richtig. Deshalb muss man denen da oben auch auf die Füsse treten“. Anscheinend hat sie in ihrer neuen Wahlheimat Bad Pyrmont auch schon Ambitionen. Würde sie nochmal eine Partei gründen, so solle sie „Gesunder Menschenverstand“ heißen, erklärte die ehemalige Hemsbünderin. Sie fühle sich im Weserbergland nun mit ihrer Familie sehr wohl und freue sich über Besuch aus Bothel. „In Bad Pyrmont ist es auch sehr schön und da riecht es nicht nach Gülle“, so Muschter. Die neuen Ausschussvorsitzenden: Mit dem Ausscheiden der WSB-Ratsfrau Carolin Muschter setzt sich der Samtgemeindeausschuss wie folgt zusammen: Jochen Hestermann (CDU), Rolf Lüdemann (CDU), Hans-Hinnerk Meyer (CDU), Lothar Sause (CDU), Heidrun Röhrs (SPD) und Birgit Brennecke (Grüne). Auch die Vorsitze der Fachausschüsse ändern sich: Planung und Umwelt – Vorsitzender Lothar Sause (CDU), stellvertretender Vorsitzender Günter Röhrs (CDU), Feuerwehrausschuss – Vorsitzender Henry Gerken (SPD), stellvertretender Vorsitzender Manfred Struck (SPD), Schulausschuss – Vorsitzender Ludger Brinker (CDU), stellvertretender Vorsitzender Michael Meyer-Diercks (CDU) sowie Finanzausschuss – Vorsitzende Ursula Hoppe (CDU), stellvertretender Vorsitzende Rolf Lüdemann (CDU). Beim Wasserversorgungsverband vertreten künftig Cord Heinrich Müller (CDU) und seine Stellvertreterin Birgit Brennecke (Grüne) die Samtgemeinde, beim Kreis- und Bezirksverbände des Ndiedersächsischen Städte- und Gemeindebundes sind es Werner Meyer (SPD) und Michael Sause (CDU), als Stellvertreterinnen Heidrun Röhrs (SPD) und Ursula Hoppe (CDU).

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