Brockeler Gemeinderat zeigt sich bei seiner Sitzung entschlussfreudig - Von Judith Tausendfreund

Pestizide und Zweitwohnung

Viel Grün umgibt die Gemeinde u2013 und das will auch gepflegt werden. Foto: Judith Tausendfreund
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Brockel. So Einiges stand kürzlich bei der Brockeler Ratssitzung Tagesordnung. So ging es etwa um den Dorfentwicklungsplan der Dorfregion Wiedau-Walsede, dem das Gremium einstimmig zustimmte. Auch das erste anstehende Projekt in diesem Rahmen kam zur Sprache: die Neugestaltung der Straße Am Sportplatz.

Bürgermeister Rolf Lüdemann (CDU) führte aus, dass die Straße ein sehr zentraler Platz im Ort sei, der eine hohe Nutzungsbelastung aufweise. Ebenfalls auf der Agenda stand die geplante Schaffung eines Mehrgenerationenhauses. Lothar Sause (CDU) verwies auf das Beispiel in Waffensen und nannte einige Stichworte zum Thema: So ging es darum, ein Nutzungskonzept zu erstellen und einen hauptamtlichen Mitarbeiter zu finden, der generell als Ansprechpartner in einem solchen Haus vor Ort ist. Private Feiern dagegen seien eine Nutzung, die nicht gewollt wäre. Die Ratsmitglieder stellten ebenfalls klar, dass der Prozess, ein solches Haus aufzubauen, professionell begleitet werden muss. Allerdings, auch das wurde im Rahmen der Sitzung klar, ist der Weg zu einem solchen Haus noch lang: Zunächst steht fest, dass die Gemeinde das Thema angehen will. Anschließend werde man einen Förderantrag stellen und im nächsten Schritt weiter entscheiden, ob die Idee am Ende durchführbar ist, so die Entscheidung.

Weiterhin beschloss das Gremium einstimmig, die Aufhebung der Zweitwohnungssteuersatzung zu beschließen. „Wir hatten das Ende der 90er-Jahre eingeführt, als damals das Wochenendgebiet entstehen sollte“, erinnerte Lüdemann. Inzwischen sei die Rechtslage anders, ein sehr großer Aufwand stehe einem sehr kleinem einzunehmendem Ertrag entgegen. Etwas länger diskutiert wurde der Antrag der Bürgerliste Brockel, wobei es um die Idee ging, in Zukunft auf den Einsatz von Pestiziden zu verzichten. Dementsprechend müsste die Gemeinde zum Beispiel beschließen, im Bereich der öffentlichen Grünflächen eben keine Pestizide anzuwenden. Den Antrag habe man schon 2019 einmal gestellt und sei damals gescheitert. Nun habe sich die Gesetzeslage geändert, erläuterte Susanne Hastedt (Bürgerliste). In Anlehnung an die Positionen des BUND wolle man daher nun einen neuen Anlauf nehmen.

Zudem, so stellte die Fraktionsvorsitzende weiter dar, hoffe sie, dass man eine Arbeitsgruppe zu dem Thema stellen werde. „Das Ziel eines pestizidfreien Umgangs haben wir alle“, betonte Sause. Harald Lüdemann (CDU) wiederum stellte die Position des TuS Brockel dar:

Auf der einen Seite werde ohnehin in der Gemeinde sehr ordentlich mit dem Thema umgegangen – auf der anderen Seite, so Lüdemann, werde der Verein in Zukunft die Pflege des Sportplatzes ablehnen, wenn man künftig komplett auf Pestizide verzichten müsse. Es werde dort sehr achtsam gearbeitet, der Platz werde zum Beispiel gemulcht, aber ohne minimale Hilfe durch die Mittel ginge es eben nicht. Hastedt argumentierte dagegen, dass es vor allem darum gehe, mit der offiziellen Auszeichnung auch eine Signalwirkung nach außen zu erreichen. Am Ende beschlossen die Mitglieder des Rats, den Antrag als noch nicht beschlussreif noch einmal in den Fachausschuss zurückzuweisen.

Bürgermeister Rolf Lüdemann gab während der Sitzung bekannt, dass die Solarberatung für die Gemeinde Brockel über die Installation einer solchen Anlage abgeschlossen sei. Der Bericht liegt im Gemeindebüro vor. Momentan sei keine größere Solaranlage sinnvoll, so der Bürgermeister. Er wies außerdem daraufhin, dass das Gemeindebüro ist in der Zeit von Montag, 21. Dezember bis einschließlich Freitag 1. Januar geschlossen ist.

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