Botheler Samtgemeinderat tagt

Sitzung auf neuem Boden

Der Samtgemeinderat Bothel tagte in der frisch sanierten Turnhalle. Foto: Henning Leeske
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Bothel (hl). Besondere Zeiten erfordern auch für den Samtgemeinderat besondere Regeln. Das kommunalpolitische Gremium hielt seine letzte Sitzung vor der Sommerpause in der frisch renovierten kleinen Turnhalle der Wiedauschule ab, um die nötigen Abstandsregeln einzuhalten. Dabei waren die letzten Arbeiten an der Sportstätte erst wenige Stunden vor der Sitzung abgeschlossen worden. „Die letzten Lautsprecher sind gerade heute installiert worden“, sagte der Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle am Sitzungsanfang.

Der neue Fußboden aus einer zeitgemäßen Kunststoffbeschichtung für Sporthallen hatte natürlich den Großteil der 160.000 Euro Gesamtkosten verursacht. Einige der Ratsleute konnten sich bestimmt noch an die Turnstunden auf dem hölzernen Vorgängerbelag erinnern, aber laut Bauamtsleiter Volker Behr war das Parkett nicht mehr sanierbar gewesen. „Auch die LED-Leuchten sind das Modernste, das es gibt“, sagte Eberle. Folglich werde nun viel Strom für die Beleuchtung der Halle eingespart. Weiter ersetze die ausführende Baufirma die Glasbausteine aus den Siebzigern durch neue Bauelemente – allerdings nur auf einer Seite.

Die Generierung von Fördermitteln und günstige Kostenplanung ermöglichte zusätzlich auch Malerarbeiten in den Umkleidekabinen. Das Strukturentwicklungsprogramm ZILE (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung), das durch die EU finanziert wird, übernimmt laut Eberle rund 100.000 Euro der Kosten. Deswegen dankte der Samtgemeindebürgermeister der Mitarbeiterin Inga Schwarz aus dem Bauverwaltungsamt für die fristgerechte Abrechnung der Leistungen zum Monatsende und den begleitenden Architekten für die Planung, damit die Kommune die Förderrichtlinien auch erfüllen konnte. Für die Kabinen soll außerdem noch neues Mobiliar angeschafft werden, wodurch sich den die Schulsportlern und den Nutzern der örtlichen Sportvereine mehr Komfort in der viel gebuchten Halle bietet.

Geordnete Finanzen sind Vorraussetzungen für derartige Modernisierungen. Daher informierte Eberle über die Hilfspakete für Kommunen aufgrund der Coronakrise. Aus dem Coronapaket der Bundes- und Landesregierung würden elf Euro je Einwohner der Samtgemeinde an finanzieller Unterstützung erwartet. Das soll einen Betrag von ungefähr 90.000 Euro für den Haushalt der Samtgemeinde ergeben. Der Ausfall der Gewerbesteuer im Durchsschnitt der vergangenen drei Jahre kompensiert die Gemeinde mit Landesmitteln aus einem Hilfsprogramm in der Höhe von insgesamt 414 Millionen Euro. Weitere Hilfen gebe es zur Finanzierung des ÖPNV, des Kitabetriebs und für die Entlastung bezüglich der Kreisumlage zu rechnen. Die unmittelbaren finanziellen Folgen der Coronakrise für die Samtgemeinde müssten so abgefedert werden, hofften die Verantwortlichen.

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