Botheler Rat diskutiert über den alten Kindergarten als Polizeistation

Nutzung bleibt offen

Aus dem Altbau des ehemaligen Kindergartens könnte eine Polizeistation werden. Foto: Tobias Woelki
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Bothel (woe). Was wird aus der Brandruine des ehemaligen Bothel Kindergartens? Diese Frage ist immer noch offen. Auch auf seiner jüngsten Sitzung konnte sich der Gemeinderat Bothel zu keinem Beschluss durchringen und vertagte das Thema erneut in den Fachausschuss. Planerin Katrin Sause hatte dem Gemeinderat eine Umnutzung vorgestellt, wonach der stark brandgeschädigte Teil des Kindergartens abgerissen und der gut erhaltene Altbau durch leichte bauliche Veränderungen genutzt werden könnte.

Nach Vorstellungen von Bürgermeister Heinz Meyer könnte die Polizei in den vorderen Teil Altbau einziehen und der hintere Bereich für den Bauhof der Gemeinde Bothel hergerichtet werden. „Der Bauhof braucht dringend Räume“, so Meyer. Nach Angaben der Planerin kostet der Teilabriss 52.000 Euro und die Sanierung einschließlich eines Umbaues geschätzt 410.000 Euro. Bei den Kosten orientierte sich die Planerin nach dem Raumbedarf einer Polizeistation, die drei Büros benötigt, und dem zusätzlichen Raumbedarf des Bauhofes. Als die Planerin die Kosten nannte, mussten so manche Ratsmitglieder erst einmal schlucken. Der Bürgermeister schob nach: „Wenn die Polizei dort reingeht, zahlt sie den ortsüblichen Mietpreis.“

Hermann Dodenhoff (CDU) fragte nach: „Was passiert denn, wenn die Polizei dort nicht einziehen möchte?“ Meyer entgegnete: „Bevor wir als Gemeinde eine Baumaßnahme beschließen, müssten wir mit der Polizei eine Regelung treffen.“ Dodenhoff (CDU) befürwortete den angedachten Raumzuwachs für den Bauhof. „Ich finde es gut, dass der Bauhof neue Räume erhält. Doch die Kosten empfinde ich als sehr hoch. Vielleicht kann der Bauhof bei den Umbauarbeiten helfen?“ Die Idee nahm der Bürgermeister gleich mit auf: „Eigenleistungen kann die Gemeinde gerne erbringen.“ Alleine die Maßnahmen des Teilbereichs, der den Bauhof betreffen würde, bezifferte die Planerin auf 200.000 Euro. Der stellvertretende Bürgermeister Michael Meyer-Diercks (CDU) regte eine andere Idee an: „Wir als Gemeinde sollten prüfen, welche Möglichkeiten wir noch haben. Vielleicht sollten wir den alten Kindergarten einfach wegschieben und stattdessen für den Bauhof neu bauen. Darüber sollten wir nachdenken und schauen, ob die Maßnahme vielleicht günstiger wäre“, schilderte der CDU-Ratsherr.

Oder doch etwas anderes? „Wir könnten an der Stelle doch auch Parkplätze errichten“, fand Carmen Wachtmann (CDU). „Der alte Kindergarten ist ein attraktiver Standort. Ich kann mir auch eine andere Nutzung vorstellen“, merkte Erika Schmidt (SPD) an. Dodenhoff (CDU) stellte fest: „Die Verwaltung muss erst einmal klären, ob die Polizei in den alten Kindergarten wirklich rein will.“ Derzeit hat sich die Polizei konkret noch nicht geäußert. Bei zwei Enthaltungen verwies der Gemeinderat das Thema erneut in den Fachausschuss.

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