Botheler Chronikgruppe taucht in Vereinshistorien ein / 14 Monate Vorbereitung - Von Nina Baucke

Von B bis M

Rüdiger Reinke und Klaus Meinke halten zwar noch nicht die fertige Chronik in den Händen, dafür allerdings den fertigen Entwurf für den Buchdeckel.
 ©Foto: Nina Baucke

Bothel. Botheler können schon einmal Platz im Bücherregal machen, denn die Dorfchronik, die eine Gruppe Geschichtsinteressierter vor rund zwei Jahren präsentiert hatte, bekommt Zuwachs. Nach der Geschichte des Ortes bis 1950 widmen sich Rüdiger Reinke, Klaus Meinke, Uta Höhns und Eckhard Bodemer nun den Botheler Vereinen. Dabei zeigte sich im Verlauf der Arbeit an dem Werk das, was sie auch schon bei der ersten Chronik festgestellt hatten: eine große Fülle an Material.

Schon bei der Dorfchronik stand für das Team fest: Es wird einen Band eins und einen Band zwei geben. Während eben jener Band zwei noch eher Theorie ist, legen die vier Autoren nun die Vereinsgeschichte des Dorfes vor, die ebenfalls so viel hergibt, dass sie für zwei Bände reicht. Einer beschäftigt sich mit dem Gesangs- und dem Schützenverein sowie der Feuerwehr und den übrigen Verbänden des Dorfes – von BBU über Fördervereine bis hin zu Mounted Games, also von B bis M. In einem weiteren Teil geht es um den Turn- und Sportverein mit allen Sparten und darüber hinaus der Fortsetzung der übrigen Vereine, von N wie Nabu bis V wie Verkehrsverein, dazu kommen Veranstaltungen in Bothel und das Kinderferienprogramm.

„Ursprünglich sollte dieser Teil der Chronik zur 100-Jahr-Feier des TuS Bothel erscheinen“, sagt Meinke. Da diese aufgrund der Corona-Pandemie vorerst auf den kommenden Sommer verschoben ist und die Veröffentlichung daran gekoppelt sein soll, erscheint nun zunächst der andere Teil.

Nachdem die Dorfchronik zehn Jahre Arbeitszeit verschlungen hatte, war die Herausforderung nun mit Blick auf das ursprünglich für die TuS-Feier vorgesehene Veröffentlichungsdatums der Vereinschronik eine andere: „Wir standen daher ein bisschen unter Druck, aber das war vermutlich auch gut so“, erinnert sich Reinke mit einem Lachen. „Aber dieses Mal wussten wir schon, wie es geht, jeder hatte seinen Bereich, einiges stand ohnehin schon und es waren auch schon Berichte aus Zeiten, die wir selbst schon miterlebt hatten.“

Gut 14 Monate hatte das Chronikteam zusammengesessen und aus alten Vereinschroniken, alten Protokollen, Festschriften, Aufzeichnungen der Gemeinde und der Schule, Zeitungsausschnitten und persönlichen Gesprächen die jeweiligen Historien zusammengetragen und aufgearbeitet – angefangen beim Schützenverein und der Feuerwehr. „Da konnten wir selbst direkt vieles beitragen, da wir dort selber Mitglied sind“, so Meinke.

Auch viele Bilder sind für die Vereinschronik zusammengekommen, „und bei vielen ist uns auch die Zuordnung gelungen“, freut sich Meinke. „Allerdings mussten wir bei einigen viel hinter den Informationen hinterher, und das war schon anstrengend.“ Hilfe gab es zudem von Cordula Mielke, die die Chronik gegengelesen hatte, zudem dankt die Gruppe zwei bereits Verstorbenen, Gernot Breitschuh und Gerhard Schwick, denn beide hatten bereits vor Jahren Grundlagen geliefert, die in den aktuellen Band mit eingeflossen sind.

Der Einband wiederum orientiert sich an dem Aussehen der vor zwei Jahren erschienenen Chronik, „denn wir sehen das als Einheit, und das soll auch optisch deutlich werden“, betont Reinke. Auf jeden Fall können die Botheler das Werk als Weihnachtsgeschenk einplanen. Zum einen wird es demnächst in Meyer’s Gasthof, im Gemeindebüro im Bürgerhaus, bei Edeka Köster sowie in der Mühlenstuv erhältlich sein, dazu plant die Arbeitsgruppe, an einem Sonntagvormittag in den nächsten Wochen das Buch im Bürgerhaus zu verkaufen. Es gibt zudem noch Exemplare der ersten Chronik. „Unter anderem wird es dann beide Bände im Doppelpack zu einem Sonderpreis zu kaufen geben“, verspricht Reinke. Aus seiner Sicht ist die Chronik gelungen – und wie er hofft, ein Erfolg: „Wir haben schon für den ersten Band sehr viel Lob bekommen“, freut sich der Botheler. „Und viele fanden es ohnehin gut, dass überhaupt jemand so etwas auf die Beine stellt.“

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