Ausweitung für 2019/2020 geplant

Tarifmodell für für HVV liegt vor

Der Bahnhof in Rotenburg würde bei einer Zustimmung zu dem vorliegenden Modell zu den Ringen G und H gehören. Archivfoto: Dennis Bartz
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Landkreis Rotenburg (r/nin). Der Lenkungskreis zur HVV-Tarifausweitung hat jetzt unter Beteiligung der Landkreise und der Länder Niedersachsen und Hamburg ein Tarif-Modell vorgelegt, das für viele zusätzliche Bahnhöfe in Niedersachsen den HVV-Tarif vorsieht – darunter auch im Landkreis Rotenburg. Das teilte dessen Verwaltung in einer Pressemeldung mit.

Das betrifft die Schienenstreckenabschnitte Hesedorf, Bremervörde, Oerel, Heinschenwalde, Lauenbrück, Scheeßel, Rotenburg, Sottrum und Visselhövede. Der Abschluss der Vertragsverhandlungen wird für das erste Quartal 2018 angestrebt. Zurzeit geht es in den Gesprächen mit allen Beteiligten um die Finanzierung.

Erste Berechnungen für das Tarifmodel 4 liegen vor. Das bedeutet für den Landkreis Rotenburg, dass für die Bahnhöfe Heinschenwalde, Oerel, Bremervörde, Hesedorf, Lauenbrück und Scheeßel sämtliche HVV-Zeitkarten auf allen Schienenstrecken im erweiterten Gebiet sowie zusätzlich HVV-Einzelkarten für alle Bahnhöfe bis einschließlich des neu geplanten Ringes F gelten würden. Rotenburg, Sottrum und Visselhövede würden hingegen zu den weiteren neuen Ringen G und H gehören, auf denen HVV-weit einheitlich nur Zeitkarten zur Anwendung kämen. Die Kosten für das Modell 4 liegen bei 1,5 Millionen Euro im ersten Jahr. Hamburg übernimmt davon zehn Prozent der Verkehrskosten auf seinem Gebiet, das Land Niedersachsen hat für sein Gebiet einen Anteil von 388.000 Euro zugesagt. Die Kommunen im Landkreis Rotenburg müssen damit noch den Restbetrag von rund einer Millionen Euro finanzieren.

Bis zum Herbst 2018 haben die Gremien des Kreistages noch Zeit, um sich abschließend mit der Tarifausweitung zu beschäftigen. Die operative Umsetzung ist dann für 2019 geplant. Hier gilt es zunächst, alle Vertriebssysteme im Verbundgebiet anzupassen. Dies betrifft unter anderem sämtliche Fahrkartenautomaten und Servicestellen. Darüber hinaus muss an den neuen Streckenabschnitten die entsprechende HVV-Infrastruktur geschaffen werden. Schließlich erfolgt die die Anpassung aller HVV-Kommunikationsmittel und die Information der Abonnenten in den betroffenen Gebieten. Zum Fahrplanwechsel 2019/2020 könnte die Tarifausweitung dann in Kraft treten.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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