39-Millionen-Euro-Maßnahme zum Breitbandausbau startet - Von Nina Baucke

Schluss mit weißen Flecken

Marc Eden (von links), Ralf Goebel, Käthe Dittmer-Scheele, Tanja Steinecke, Hermann Luttmann und Björn Muth freuen sich, dass es mit dem Breitbandausbau im Landkreis voran geht. Fotos: Nina Baucke
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Wittorf. Noch sind sie da – ein paar weiße Flecken auf der Karte des Landkreises. Sie markieren die Gebiete, in denen schnelles Internet lediglich graue Theorie ist. Das soll nun anders werden, und zum Startschuss des Breitbandausbaus unternahmen mit Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel und Käthe Dittmer-Scheele, Verwaltungschefin in Scheeßel, zwei Vertreter der betroffenen Kommunen, Tanja Steinecke von der Stabsstelle Kreisentwicklung, Landrat Hermann Luttmann sowie Marc Eden und Björn Muth von der EWE am Mittwoch in Wittorf den ersten Spatenstich.

Insgesamt dreht es sich um landkreisweit rund 3.700 Haushalte, die nun einen Glasfaseranschluss erhalten, von der Samtgemeinde Geestequelle im Norden bis nach Visselhövede. Dafür verlegt die EWE 439 Kilometer Trasse. Das Projektvolumen beträgt rund 39 Millionen Euro, 35 Millionen Euro davon kommen aus FörderTöpfen von Land und Bund sowie vom Landkreis und den Kommunen. „Das ist wirklich ein Riesenprojekt“, betonte Björn Muth von der EWE-Netz. „Aber der Landkreis Rotenburg ist beim geförderten Breitbandausbau schon immer Vorreiter gewesen“, ergänzte Marc Eden, Projektleiter der EWE.

„Wir damit den nächsten großen Schritt zur vollständigen Erschließung“, sagte Luttmann, der zugleich Kritik äußerte: „Ich will nicht verhehlen, dass ich das als Bundesaufgabe sehe. Aber da ist der Zug nun abgefahren.“ Nutznießer der Maßnahmen sind die Haushalte, deren Versorgung bisher unter 30 Mbit pro Sekunde liegt. „Diese waren vorher außen vor und kommen jetzt in Sachen Breitband ganz nach vorne“, so Luttmann. Er dankte zudem den beteiligten Gemeinden und deren Bürgermeistern sowie der EWE.

„Uns ist es gelungen, dafür auch von Fördergeldern zu profitieren, auch wenn wir uns gewünscht hätten, wenn das alles etwas schneller gegangen wäre“, sagte Dittmer-Scheele. „Immerhin geht es voran.“ Das sah auch Goebel so: „Allein in Visselhövede sind es fünf Teilgebiete, die mit an der Reihe sind. Das ist ein Riesenschritt, aber diese grundlegende Strukturveränderung ist vor allem jetzt durch die Pandemie dringend notwendig.“ Unter anderem erhalten im Zuge dieser Maßnahmen auch die einzeln gelegenen Hofstellen in Lüdingen ihren Anschluss an das Glasfasernetz. Die Planungen sehen vor, das Projekt bis 2022/23 über die Bühne zu bekommen, die Maßnahmen Wittorf sollen bereits in diesem Sommer abgeschlossen sein. Bis dahin laufen 200 Projekte über den ganzen Landkreis verteilt. „Dann wenden wir uns den grauen Flächen zu“, so Luttmann. „Da ist der Druck zwar noch nicht ganz so groß, aber das kann noch kommen.“

In einem festgelegten Zeitraum vor dem Baubeginn ist der Hausanschluss durch die Förderung kostenlos, alle Adressen in den Fördergebieten erhalten rechtzeitig ein Anschreiben mit näheren Informationen. Wer sich erst später entscheidet, kann trotzdem einen Anschluss an das Glasfasernetz erhalten, muss die Anschlusskosten jedoch selber tragen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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