Nordpfad „Dör’t Moor“ nominiert als schönster Wanderweg - Von Nina Baucke

Ganz weit vorne

Ursula Hoppe (von links), Uwe Lüttjohann, Rainer Rahlfs, Petra Welz, Torsten Lühring, Heiko Rosebrock, Harmut Leefers, Andreas Weber und Udo Fischer werben für den Nordpfad "Döru2019t Moor". Fotos: Nina Baucke
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg. Zehn Kilometer lang, zehn Jahre alt – und ein voller Erfolg: der Nordpfad „Dör’t Moor“, der um den Bullensee sowie durch das Große und Weiße Moor führt. Zweimal hat die Route bereits das Prädikat „Qualitätsweg Traumtour“ des Deutschen Wanderverbandes bekommen, jetzt besteht Hoffnung auf eine weitere Auszeichnung. Denn der Nordpfad steht in Konkurrenz mit 14 weiteren Tagestouren in ganz Deutschland in der Kür von „Deutschlands schönster Wanderweg 2021“ des Wandermagazins.

„Dass dieser Weg unter den 15 schönsten Routen in Deutschland ist, ist schon ein großartiger Erfolg“, freut sich Hartmut Leefers, Vorsitzender des Tourismusverbands Tourow. „Ob er dann auch noch Nummer Eins wird, ist da nebensächlich.“ Aber das ist natürlich dennoch die große Hoffnung der Verantwortlichen und Nordpfade-Macher um Tourow-Geschäftsführer Udo Fischer: „Wir wollen schon recht weit vorne oder auch ganz vorne landen. Immerhin sind insgesamt 112 Touren eingereicht worden.“ Die Jury, der Manuel Andrack, Michael Sänger, Thorsten Hoyer und Jörg Thamer angehören, hatte aus diesem Pool die 15 Finalisten im Bereich Tagestour herausgepickt, zu denen auch „Dör’t Moor“ gehört. „Er punktet mit landschaftlicher Vielfalt aus Moor, Heide, Wiesen- und Waldflächen und dem Großen Bullensee“, erklärt Fischer. „Dazu kommt eine Erlebnisvielfalt unter anderem mit einem Barfußpfad, Mitmachstationen, Infotafeln, einem historischen Grabhügel und Themenpavillons.“
Dabei war der Weg dahin, dass der Nordpfad diese Chance hat, alles andere als leicht. „Da steckt nach wie vor viel Manpower drin“, betont Fischer. „Und da verdanken wir auch dem Landkreis sehr viel.“ Denn dessen Mitarbeiter hatten die Vorarbeit zur Freigabe der Route 2010 geleistet, darunter Rainer Rahlfs und Heiko Rosebrock vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege. Bereits um 1930 hatte das Große und Weiße Moor unter Schutz gestanden, später dann als FFH-Gebiet. „Als wir mit dem Nabu das Wegekonzept mit dem Bodderpad und dem Moorerlebnispfad erarbeitet haben, gab es noch einiges an Kritik, unter anderem spielte die Angst vor zu vielen Besuchern eine Rolle“, erinnert sich Rahlfs. „Keiner wusste, ob es nicht doch aus dem Ruder läuft. Aber durch das Konzept bleiben die Leute auf den vorgegebenen Wegen. Wir haben ein Ergebnis erzielt, dass so eine Bewerbung wie jetzt zulässt und der Naturschutz nicht hinten über fällt. Das bestätigt uns in unserer Arbeit.“ Das sieht auch Rosebrock so: „Wir haben die Wiedervernässung des Moores und das Wegekonzept zusammengepackt – und das ist gelungen. Daher gehen die positiven Rückmeldungen runter wie Öl.“ Der Nordpfad „Dör’t Moor“ sei ein Kleinod, betont Kirchwalsedes Bürgermeisterin Ursula Hoppe: „Es ist wichtig, das Moor zugänglich zu machen, um Verständnis für die Wiedervernässung zu wecken.“ Das sei wichtige Umweltbildung, so auch Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber. „Wir zeigen, wie wichtig Moore beim Klimawandel sind“, so der Verwaltungschef. „Mittlerweile ist das auch bei der Bevölkerung angekommen – und dabei profitieren wir auch davon“, erklärt Uwe Lüttjohann, Ortsbürgermeister in Unterstedt. „Es ist einfach ein Projekt, das gut tut, hilft und Auszeiten schafft“, macht Fischer klar. „Jeder Nordpfad ist etwas Besonderes.“
Jetzt liegt es direkt bei allen Wanderfreunden, denn denn das Ganze ist eine Publikumswahl, die noch bis zum 30. Juni läuft. Neben den Tagestouren gibt es zudem die Kategorie „Mehrtagestouren“, bei der zehn Routen zur Auswahl stehen. Die Teilnahme an der Wahl ist zum einen online unter www.wandermagazin.de/wahlstudio möglich – dort ist der Nordpfad als siebte Tour auf der Liste aufgeführt – oder auch per Postkarte, diese liegen in den verschiedenen öffentlichen Einrichtungen im Landkreis aus und sind zudem beim Tourow telefonisch unter 04261/81960 erhältlich.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
 04261 / 72 -433
 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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