Kreuzfahrtschiff nimmt 111 Migranten auf Weg nach Italien auf

Kreuzfahrtschiff "MSC Meraviglia" (Symbolbild).
 ©dpa / Frank Molter

Das Kreuzfahrschiff „Marella Discovery“ hat vor der griechischen Halbinsel Peloponnes 111 Migranten aufgenommen, die mit einem Boot nach Italien zu gelangen versuchten.

Athen - Die Menschen - darunter 33 Minderjährige - wurden zum griechischen Hafen Kalamata gebracht. Das teilte die griechische Küstenwache am Sonntag mit.

Das Boot der Migranten war am Vorabend rund 40 Seemeilen westlich der Halbinsel Peloponnes in Seenot geraten. Aus welchen Staaten die Migranten stammen, blieb zunächst unklar. Seit die Balkanroute weitgehend verschlossen ist, versuchen viele Migranten auf dem Weg nach Westeuropa, mit von Schleusern organisierten Überfahrten aus Griechenland oder direkt aus der Türkei nach Italien zu gelangen.

Griechenland/Italien: Kreuzfahrtschiff nimmt 111 Migranten auf Weg nach Italien auf

Andere versuchen es weiterhin auf dem Landweg, obwohl Tausende vor allem in Serbien und Bosnien-Herzegowina festsitzen. Häufig führt ihr Weg durch Nordmazedonien. Am Freitag wurden in Nordmazedonien 34 Menschen verletzt, als es bei der Flucht eines Schlepper-Kleinbusses vor der Polizei zu einem Unfall kam.

Der Kleinbus war bei Demir Kapija, 45 Kilometer nördlich der griechischen Grenze, führerlos von der Autobahn abgekommen und in einen 14 Meter tiefen Graben gestürzt.

Griechenland/Italien: Kreuzfahrtschiff nimmt Migranten auf - Weitere Schiffe sollen Menschenleben retten

Migranten aus Afrika wählen meist die Route von der libyschen Küste nach Italien. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen kündigte am Sonntag an, gemeinsam mit SOS Méditerranée ein neues Schiff in das mittlere Mittelmeer zu entsenden, um Bootsmigranten zu bergen. 

Die Flüchtlingshilfsorganisation Mission Lifeline hatte bereits am Donnerstag einen neuen Einsatz zur Seenotrettung vor der libyschen Küste angekündigt. „Wenn alles gut geht, laufen wir am 1. August aus“, sagte Mission-Lifeline-Sprecher Axel Steier auf epd-Anfrage in Dresden.

Zivile Seenotrettung im Mittelmeer werde weiter benötigt, solange die EU-Staaten ihrer Verantwortung für die Seenotrettung nicht gerecht würden und solange weiter Menschen aus Libyen flüchteten, erklärte Ärzte ohne Grenzen. Das zentrale Mittelmeer sei derzeit „die tödlichste Fluchtroute der Welt“. Allein in diesem Jahr seien mindestens 426 Menschen auf der Flucht über diese Route ums Leben gekommen.

Die 69 Meter lange „Ocean Viking“ sei 1986 für die Notfallrettung von bis zu 200 Menschen von Ölplattformen konzipiert worden und fahre unter norwegischer Flagge. Sie sei mit vier schnellen Rettungsbooten und einer Klinik mit mehreren Räumen ausgestattet und solle Ende des Monats im Zielgebiet sein. Das Vorgängerschiff „Aquarius“ hatte auf Druck Italiens hin 2018 die Suche im Mittelmeer einstellen müssen.

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dpa

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