Beim Lauenbrücker Fischerstechen blieb kaum jemand trocken

Von Gurken und Sprotten

Der Moment in dem man feststellt, dass es gleich nass wird: Fischerstechen in Lauenbrück. Fotos: Klaus-Dieter Plage
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Lauenbrück. Einen alten Brauch hat die Dorfgemeinschaft Lauenbrück wieder aufleben lassen. Am vergangenen Samstag wurde der Wiesensee in Lauenbrück zur Wettkampfstätte. Acht Mannschaften traten beim Fischerstechen gegeneinander an. Sie hatten sich lustige Namen gegeben. Hießen unter anderem Gurken-Army, Sprottenfänger, Blind Desasters und Badeanzug-Gang.

Das Fischerstechen ist eine alte Tradition. Zwei Mannschaften treten in einem sportlichen Wettkampf in Booten gegeneinander an. Ziel ist es den Gegner, mit einer Stange vom Boot ins Wasser zu stoßen. Dafür gab es in Lauenbrück drei Punkte. Fiel er mit beiden Beinen ins Boot, gab es zwei Punkte und wenn er mit einem Bein die Plattform am Bug verließ, gab es einen Punkt. Eine Mannschaft bestand jeweils aus drei Mann. Es waren reine Männer-, Frauen- oder gemischte Mannschaften. Zwei Teilnehmer paddelten und einer stand auf einer Plattform am Bug. Er musste mit einer Stange den Kontrahenten ins Wasser stoßen. Bei allem sportlichen Ehrgeiz stand aber die Fairness im Vordergrund. Das Fischerstechen war nicht die einzige Disziplin der Wettkämpfe. Ebenfalls wurde in einem zweiten Spiel das Schleppen eines gefüllten Wassereimers gewertet. Die Schwierigkeit war dabei, dass der Eimer viele Löcher hatte und trotzdem möglichst viel Wasser transportiert werden sollte. In einem dritten Spiel ging es um das Fischefangen. Hinter einer undurchsichtigen Wand stand der Werfer der Mannschaft. Er warf verschiedene Gegenstände, unter anderem Plastikfische, über die Wand, die dann die Mitspieler mit einem Bottich auffangen mussten. Alle drei Spiele wurden nach einem Punktesystem bewertet und daraus die Sieger ermittelt. Bei den Kindern gewannen die Gurken-Army. Sie erhielten den neuen Wanderpokal. Auf Platz zwei und drei folgten die Feuerfische und die Badeanzug-Gang. Vierter wurde das Team Crazy-Fische. Der Wanderpokal der Erwachsenen ging an die Sprottenfänger, dicht gefolgt von der Wiesenseedampfschifffahrtsgesellschaft. Biene und die Maja´s wurden dritte und der vierte Platz ging an Blind Desasters.

Nach der Siegerehrung war Livemusik mit der Band Wooden-Music am Wiesensee angesagt. Auch bei dem hereinbrechenden kurzen Sturm wurde weiter gespielt. Den Pavillon, der die Musiker vor Regen schützen sollte, mussten allerdings einige kräftige Männer festhalten, sonst wäre er weggeflogen. Durch das Unwetter gingen einige Zeltstangen zu Bruch. Das windige Zwischenspiel beeinträchtigte nicht die Superstimmung. Keiner der Zuschauer verließ den Platz.

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