Rotenburger Rat wünscht sich die Befragung zum Thema IGS - Von Wibke Woyke

Ein deutliches Votum

27.04.2012
Im Rotenburger Rat wurde über die Elternbefragung abgestimmt, die der Landkreis durchführen soll       Foto: Woyke
Im Rotenburger Rat wurde über die Elternbefragung abgestimmt, die der Landkreis durchführen soll Foto: Woyke
 ©Rotenburger Rundschau

Das war ein deutliches Signal Richtung Landkreis-Schulausschuss, der in der kommenden Woche tagt: Der Rotenburger Rat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Landkreis um die Befragung zum Thema Integrierte Gesamtschule (IGS) zu bitten. Als mögliche Standorte sollen Rotenburg oder Bothel abgefragt werden.

Das Abstimmungsergebnis zeigt - es gab nur vier Enthaltungen -, dass die Rotenburger Ratsmitglieder im Großen und Ganzen auf einer Linie fahren. Die Wümmestädter kämpfen für die Einrichtung einer IGS vor Ort (aufwachsend ab Klasse fünf; im Ganztagsbetrieb; ohne Oberstufe) und wünschen sich deren Startschuss bereits zum Schuljahr 2013/14. Um den Bedarf festzustellen, soll der Landkreis nun nach den Sommerferien eine Befragung durchführen – und zwar bei den Erziehungsberechtigten der Schüler der Jahrgangsstufen eins bis vier im Südkreis. Die Rotenburger sprechen sich zudem dafür aus, die Jahrgänge auf 150 Schüler zu begrenzen – mit Rücksicht auf umliegende Gemeinden. Dr. Erika Schumann-Mößeler (SPD) nutzte vor dem Votum die Chance, auf die Vorteile der IGS an sich einzugehen. Stichworte: mehr Durchlässigkeit, höhere Chancengleichheit. Eben das gemeinsame Lernen sei es, das den Kindern zugute komme. Schumann-Mößeler betonte, dass es Rotenburg nicht darum gehe, Standorte anderer Gemeinden ausbluten zu lassen – zumal die Wümmestadt selbst bereits über ein hohes Schülerpotenzial verfüge. Dazu kommt, dass die Realschule schon jetzt von einer Reihe auswärtiger Schule besucht wird, wie deren Leiter bereits in der städtischen Schulausschusssitzung erklärt hatte (siehe Bericht auf www.rotenburger-rundschau.de). Mechthild Ross-Luttmann (CDU) machte deutlich, dass es vor Ort ein "hervorragend abgestimmtes Bildungssystem mit engagierten Lehrkräften“ gebe, von dem die Kinder und Jugendlichen profitierten. Doch auch mit Blick auf den demographischen Wandel, müsse sich die Politik die Frage stellen, was getan werden müsse, damit es weiterhin ein leistungsstarkes Schulsystem gibt. Könnten sowohl die Real- als auch die Hauptschule auf lange Sicht beide nebeneinander weiter bestehen? Schwierig, meint Ross-Luttmann. Und so könne man sich Gedanken über eine Oberschule (mit oder ohne gymnasialen Zweig) machen – oder aber wie in Rotenburg über eine Integrierte Gesamtschule. "Entscheidend ist der Schulfrieden in der Region“, betonte die CDU-Ratsfrau. Und wichtig sei zu wissen, ob die Eltern eine IGS wollen, und wenn ja, wo. Daher sprach sich Ross-Luttmann ebenso für eine Befragung in punkto Rotenburg beziehungsweise Bothel aus. Auch Ralf Borngräber (SPD) lobte die Arbeit der bestehenden Schulen vor Ort – allerdings sei das System ein selektives. "Und da hat eben nicht jeder Schüler die Chance, möglichst stressfrei seinen Weg zu finden“, erklärte er. Klar sei, dass die integrativen Systeme durchlässiger seien. Borngräber ist überzeugt, dass es im Landkreis bereits jetzt mehr Integrierte Gesamtschulen geben würde, würden die Verhinderungstaktiken der Landesregierung nicht bestehen. Ute Pommerien (Grüne) machte sich ebenfalls stark für die IGS. Das dreigliedrige Schulsystem sei von Auslese geprägt. Das beste Weg sehe jedoch anders aus – und er sei der der IGS. Im Nachklang der Sitzung sprach Hans-Kristian Koch (Stadtelternrat, Schulelternsprecher sowie IGS-Initiative Rotenburg) mit der Rundschau. Er appellierte an die Rotenburger Eltern, zahlreich bei der nächsten Landkreis-Schulausschusssitzung am Donnerstag, 3. Mai, 14.30 Uhr, in der Aula des Ratsgymnasiums zu erscheinen und durch ihre Präsenz zu unterstreichen, dass die Einrichtung der IGS in der Wümmestadt auch seitens der Erziehungsberechtigten deutlich gewünscht ist. Wichtig sei, jetzt Flagge zu zeigen. Der Ausschuss wird den weiteren Weg in Sachen Befragung empfehlen.

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Fotos: Henning Leeske

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03.12.2016

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