Biogas: Anlagenbetreiber setzt Grundsätze des Nabu um

Wichtig für den guten Ruf

10.03.2011
Unterzeichneten eine Vereinbarung für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der Bioenergieerzeugung: Nabu-Landesvorsitzenden Dr. Holger Buschmann und der Vorstandsvorsitzende der Lindhorst-Gruppe Winsen/Aller, Jürgen Lindhorst. Basis ist ein Zehn-Punkte-Papier, das von Uwe Baumert (Mitte) ausgearbeitet wurde
Unterzeichneten eine Vereinbarung für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der Bioenergieerzeugung: Nabu-Landesvorsitzenden Dr. Holger Buschmann und der Vorstandsvorsitzende der Lindhorst-Gruppe Winsen/Aller, Jürgen Lindhorst. Basis ist ein Zehn-Punkte-Papier, das von Uwe Baumert (Mitte) ausgearbeitet wurde
 ©Rotenburger Rundschau

(r/gm). Im Bereich Biogas ist dem Naturschutzbund Niedersachsen ein entscheidender Schritt gelungen, der die Akzeptanz der Technologie auf lange Sicht verbessern könnte. Als erster Naturschutzverband schloss der Nabu eine Vereinbarung mit einem Anlagenbetreiber, deren Ziel die nachhaltige und naturverträgliche Erzeugung ist. Als Grundlage diente das von Uwe Baumert (Deinstedt) ausgearbeitete Zehn-Punkte-Papier. "Ich bin glücklich, dass wir einen aufgeschlossenen Unternehmer gefunden haben, der beweisen wird: Bioenergie lässt sich im Einklang mit der Natur nachhaltig erzeugen“, erklärt der Nabu-Experte und stellvertretende Landesvorsitzende.

Die Vereinbarung für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der Bioenergieerzeugung wurde jetzt vom Nabu-Landesvorsitzenden Dr. Holger Buschmann und dem Vorstandsvorsitzenden der Lindhorst-Gruppe Winsen/Aller, Jürgen Lindhorst, unterzeichnet. Die Grundsätze des Zehn-Punkte-Papiers Biogas werden für den Betrieb einer Biogasanlage in Walle bei Celle verbindlich und entsprechend den vereinbarten Bedingungen auch durch externe Gutachter im Betriebsablauf kontrolliert und überprüft. Zudem erhält der Beauftragte des Nabu Zugang zu Gutachten und Aufzeichnungen. Dr. Holger Buschmann, zeigte sich beeindruckt: "Wo andere über Bioenergie reden, Akzeptanzprobleme erkennen aber nicht lösen, handelt Herr Lindhorst. Er praktiziert Klima- und Landschaftsschutz zum Wohle von Mensch, Natur und Umwelt. Mit der Umsetzung des Biogas-Papiers gehen wir von einem Start für eine zukunftsfähige, naturverträglichere und gleichzeitig klimaschützende Biogasproduktion aus. Dazu wünschen wir uns weitere Nachahmer.“ Jürgen Lindhorst erklärte, er wolle als bekennender Naturschützer zeigen, "dass Naturschutz und moderne Landwirtschaft sinnvoll in Einklang zu bringen sind“. Der Nabu Niedersachsen hatte vor einem Jahr in seinem Zehn-Punkte-Papier Grundsätze für eine naturverträgliche Biogasproduktion vorgelegt. Nach der aktuellen Fassung ist der Anteil einer Fruchtart für die Biogasanlage (außer Grasschnitt und Landschaftspflegegut) auf maximal 50 Prozent begrenzt. Eine mindestens dreigliedrige Fruchtfolge wird eingehalten und auf den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) verzichtet. Zudem wird ein Nachweis von zehn Prozent an ökologischen Ausgleichsflächen (Saumstrukturen, Wildpflanzenmischungen, Blühflächen und Blühstreifen, Feldgehölze, Extensivgrünland) geführt. Auf den Umbruch weiterer Flächen auf ökologisch sensiblen Standorten zum Anbau von Energiepflanzen ist zu verzichten und das Ziel einer Rückführung von Moorstandorten ist festgeschrieben. Zudem muss ein hoher Wirkungsgrad der Biogasanlage von 70 Prozent durch die konsequente Nutzung der Abwärme (Kraft-Wärme-Kopplung) eingehalten werden. "Die Anlage arbeitet innovativ in Nassfermentierung und wird nach neuester Einbringungstechnologie mit einem Mix aus Landschaftspflegegut und Extensivgras hauptsächlich von Naturschutzflächen sowie mit Grünroggen als Ganzpflanzensilage, mit Gülle und mit Maissilage beschickt“, berichte Uwe Baumert. Nabu und Lindhorst betonten, dass der Anbau von Biomasse nach den Kriterien einer naturverträglichen Landwirtschaft erfolgen muss, um eine nachhaltige, umweltschonende Energieversorgung auch langfristig sicherzustellen. Nur durch die Einhaltung ökologischer Mindeststandards könne der gute Ruf nachwachsender Rohstoffe auch in Zukunft gewährleistet werden. Hintergrund: Insbesondere in Niedersachsen werden Biogasanlagen zunehmend kritisch gesehen. Während die Umnutzung der Landschaft für einige Segen mit Zukunftssicherheit und gutem Profit ist, ist Biogas für andere mit drohender Vermaisung und Verlust der Artenvielfalt verbunden. In Niedersachsen hat die Anbaufläche für Mais von 357.500 Hektar im Jahr 2005 auf rund 546.000 Hektar im Jahr 2010 zugenommen. Der Zuwachs allein im Jahr 2010 betrug 72.000 Hektar.

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Fotos: Henning Leeske

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03.12.2016

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