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Konzert gegen Rechts

Busch und Burfeind veranstalten Event für den guten Zweck - VON KIM SCHÖFFLER

Foto zum Artikel: Konzert gegen Rechts
Melanie Busch (20) und Saskia Burfeind (19) veranstalten für den guten Zweck ein Anti-Nazi-Konzert in Groß Meckelsen und laden dazu alle Interessierten ein
Foto: Schöffler
06.08.2008 08:00:00
Groß Meckelsen. 
Ein bisschen Langeweile und der Wunsch nach mehr Unterhaltung in der Börde Sittensen veranlasste die beiden Mädchen Saskia Burfeind (19, Groß Meckelsen) und Melanie Busch (20, Sittensen), sich um ein Event zu kümmern. Ein Konzert musste her. Und mit viel Unterstützung von ortsansässige Firmen und vier Monaten intensiver Vorbereitungszeit haben sie es geschafft. Sechs Bands aus der Umgebung treten unter dem Titel "No go racism“ am Samstag, 16. August, ab 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) auf dem Osterfeuergelände in Groß Meckelsen für den guten Zweck auf. Der Eintritt beträgt fünf Euro.


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"Die Idee, ein Konzert zu organisieren, kam uns schon vor einem Jahr. Doch uns fehlte der Anlass. Nach dem Anschlag auf die muslimische Gedenkstätte in Sittensen hatten wir einen besonderen Grund. Wir wollen damit ein Zeichen setzen“, erklärt Busch, die gerade in der Ausbildung zur Erzieherin steckt. Das erforderte jedoch viel Arbeit. "Erst dann weiß man, was hinter so einem Event für Arbeit steckt“, weiß die angehende Ergotherapeutin Burfeind. Beide engagieren sich in der linken Szene.

Die Suche nach einem geeigneten Ort erschwerte das Vorhaben zunächst. Die Gemeinde Sittensen schlug ein Grundstück an der Oste vor, doch der Naturschutz machte den Organisatorinnen einen Strich durch die Rechnung. Der Platz liege für ein Konzert zu nah an der Oste, denn dort brüten derzeit Vögel, erfuhren Busch und Burfeind. Weitere Vorschläge hatte die Gemeinde nicht und "so richtig engagiert gingen die Mitarbeiter auch nicht ans Werk“, sagen die Mädchen. So schnell wollten sie sich aber nicht geschlagen geben. Im Internet und auch per Telefon mobilisierten sie viele Menschen, die sich Gedanken machen sollten. Und tatsächlich. Das Osterfeuergelände in Groß Meckselsen entsprach den Anforderungen. Auch Bürgermeister Johann-Wilhelm Eckhoff zeigte sich von der Idee begeistert. Die erste Hürde war genommen. Das nächste Problem ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Wo sollen die Zuschauer parken? Die Wiese vor dem Veranstaltungsgelände wäre passend. Eine Telefonserie startete, bis der Eigentümer endlich gefunden war. Das Schicksal schien es diesmal gut mit den Mädchen zu meinen, denn Landwirt Wilhelm Schleeßelmann sagte seine Unterstützung zu.

Fehlte noch der Termin. Gemeinsam mit dem Organisator der Herwigshof-Veranstaltungen, Thomas Köhler von der Musiccommunity, besprachen die Jung-Event-Managerinnen die noch offenen Termine in diesem Jahr. "Wir wollten nicht, dass wir mit anderen Veranstaltungen kollidieren“, sagt Busch. Letztlich kam der 16. August infrage. "Eher wäre es auch nicht gegangen. Wir mussten soviel vorbereiten, das hat uns selbst überrascht“, meint Busch.

Die Bands treten ohne Gage auf, bekommen lediglich ihre Fahrtkosten erstattet. Rock, Punk, Ska und Grindcore stehen auf dem Programm. Für diese Mischung sorgen Kasa aus Hannover, Midway aus Schneverdingen, La Bad Taste aus Zeven, Loui Vetton aus Hamburg, Mele Kalikimaka aus Schneverdingen und Risk of Addiction aus Zeven. Bis circa 1.30 Uhr geht der letzte Auftritt. "Doch bis 3 Uhr ist vorsichtshalber alles organisiert. Man weiß ja nie, ob es zu Verzögerungen kommt. Dann sind wir auf der sicheren Seite“, erklärt Burfeind.

Begleitet wird der Abend von einer Reihe professioneller Securitys. Auch die Polizei ist informiert und ist bei eventuellen Unruhen sofort zur Stelle. Der Erlös des Events soll gesplittet werden. "Wir möchten unseren freiwilligen Helfern etwas geben und den Rest spenden wir an die Organisation "Kein Bock auf Nazis“ in Berlin. Die haben eine kostenlose DVD auf den Markt gebracht. Doch aufgrund von Geldmangel können derzeit keine produziert werden. Mit der kleinen Finanzspritze soll das anders werden“, sagt Burfeind.

© Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG

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