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Die Einen treffen sich zum Fußball...

...und DRK-Ehrenamtliche zum Helfen / "Fast schon eine Art Happening“

Foto zum Artikel: Die Einen treffen sich zum Fußball...
Dirk Richter, hauptamtlicher Leiter des Rettungsdienstes im Altkreis Rotenburg
27.06.2007 15:30:00
Scheeßel. 
(stj). 30 hauptamtliche Rettungassistenten und -sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus den Landkreisen Rotenburg, Soltau-Fallingbostel, Gifhorn, Lüneburg, Harburg und Müritz, unterstützt von 130 ehrenamtlichen Sanitätshelfern, sowie acht Notärzte waren beim Hurricane-Festival auf dem Scheeßeler Eichenring in Acht-Stunden-Schichten im Einsatz, um die Versorgung Verletzter rund um die Uhr zu gewährleisten. Etwa 1.500 Mal wurde ihre Hilfe von Festivalbesuchern in Anspruch genommen.


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Und das in aller Regel in dem am nördlichen Eingang gelegenen und gut 400 Quadratmeter großen "HVP“ genannten Hauptverbandplatz (eine Art Feldlazarett, wo in Containern palettenweise Verbandsmaterial gelagert wird), in den beiden Rot-Kreuz-Zelten seitlich der beiden Bühnen oder auf dem Veranstaltungsgelände durch mobile Sanitätsdienste selbst. "Oft sind die Leute umgeknickt, haben sich Schnittwunden zugefügt oder Vergiftungserscheinungen gezeigt haben“, berichtet Rettungsassistent Dirk Richter. Der 43-jährige Rotenburger ist im DRK-Altkreis Rotenburg hauptamtlich für die Leitung des Rettungsdienstes zuständig und war in diesem Jahr zum zehnten Mal beim Scheeßeler Festival im Einsatz. Seine Beobachtung: "Weil das Crowd-Surfen vom Veranstalter seit zwei Jahren untersagt ist und sich viele Leute auch an das Verbot halten, ist die Zahl der durch Stürze verursachten Verletzungen im Hals- und Nackenbereich stark zurückgegangen.“ Und in Folge des regnerischen Wetters seien auch nicht in dem Maße und im Vergleich zu den Vorjahren Personen kollabiert, weil sie zu wenig Wasser zu sich genommen hätten.

Über einen Mangel an Beschäftigung aber mochten sich weder Richter noch Jan Bauer beschweren. Der 26-jährige Tostedter, ehrenamtlicher Leiter der DRK-Bereitschaft im Landkreis Harburg, ist seit acht Jahren beim Hurricane dabei. Ihm oblag am Wochenende die Koordination der Erstversorgung der Festivalbesucher, die sich bei den Auftritten der Bands vor und neben der Hauptbühne aufhalten. Oder besser gesagt: sich dabei durch den Andrang und die Enge Abschürfungen und Prellungen zuziehen. Circa 100 Mal am Tag, berichtet Bauer, hieß es für ihn und seinen 40 Helfer starken Zug, in erster Linie Verbände zu legen oder Schwellungen zu kühlen. Schwierig wurde es, wenn die zu Behandelnden nicht eindeutig formulieren konnten, woran es ihnen fehlt. Entweder, weil sie beispielsweise aus Skandinavien kamen und lediglich ihre Muttersprache beherrschen oder einen Rausch hatten. Oder beides zusammen.

Bedingt durch die feuchte Witterung bekamen Bauer und seine Mitstreiter allerdings auch - und das ist vorsichtig formuliert - zum Gewöhnungsbedürftigen tendierende Verletzung zu Gesicht. "Es gibt Leute, die ziehen drei Tage lang nicht ihre Schuhe aus. Und wenn die Socken durchnässt sind, fangen die Füße regelrecht an zu faulen.“

Kommen Bauer da manchmal Zweifel an seinem Ehrenamtes auf? "Wir sind eine geile Clique, wir haben da Bock drauf. Andere Leute treffen sich zum Fußballspielen, wir sind eben zum Helfen da. Und bei einem so großen Festival zum Einsatz zu kommen, motiviert und ist eine willkommene Abwechslung. Eine Atmosphäre, als wenn man sich zum Brunchen trifft. So ähnlich jedenfalls.“ © Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG

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