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Berliner Mauer, Bier, Bratwurst

Direktor Roberto Angeles Arellano (Mexiko Folclorico) über Tradition und zeitgenössische Einflüsse

Foto zum Artikel: Berliner Mauer, Bier, Bratwurst
11.07.2003 10:02:22
Scheeßel. 
(vg). Eines von elf Ensembles aus sieben Nationen, die beim Trachtenfest im Beekeort auftreten, ist die Gruppe Mexiko Folklorico. Wie der Auftritt der Tänzer und Musiker auf dem Heimathausgelände aussehen wird, warum im Anschluss an das Festival ein Abstecher nach Berlin gemacht wird und mit welchen Vorstellungen von Deutschland die Gruppe anreist - all diese Fragen hat Direktor Roberto Angeles Arellano im e-Mail-Interview mit Rundschau-Redakteur Volker Gebhart beantwortet.


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Rundschau: Wie wird das Programm eurer Gruppe auf der Bühne aussehen?

Roberto Angeles Arellano: Wir bieten Tänze aus verschiedenen Regionen Mexikos dar. Das Programm umfasst zahlreichen Arten, wie Tänze des Landes ausgeprägt sein können. Gleichzeitig erscheint allein schon die Farbenfreude der Kostüme als eine Schau. Zu sehen ist Kleidung, die die mexikanische Urbevölkerung sowie die Mestizen in den Staaten Queretaro, San Luis Potosi, Chihuahua, Nayarit und Jalisco tragen.

Rundschau: Wie gelingt es, mexikanische Schüler für den Erhalt von Traditionen in Form von Tanz zu gewinnen?

Roberto Angeles Arellano: Schon den ganz kleinen Kindern wird in den mexikanischen Schulen die Liebe zu ihrem Land und ihren Traditionen vermittelt. Wenn sie dann größer werden, entscheiden sie selbst, ob sie beim Tanz bleiben oder sich einer anderen Form der Kunst widmen wollen.

Rundschau: In wieweit finden sich zeitgenössiche Einflüsse in eurem Programm wieder?

Roberto Angeles Arellano: Ein Teil zeitgenössischer Tanztechniken fließt in unsere Darstellung mit hinein. Auf diese Weise finden die folkloristischen Tänze eine Ergänzung.

Rundschau: Ist es richtig, dass ihr euren Besuch in Scheeßel mit einem Ausflug nach Berlin verbindet? Falls ja, was wollt ihr speziell in der Hauptstadt ansehen?

Roberto Angeles Arellano: Das ist richtig. Wir wollen die historischen und touristisch bedeutenden Orte Berlins sehen. Die Tanzgruppe wird allerdings nur für einen Tag in der Hauptstadt sein können. Sozusagen auf der Durchreise.

Rundschau: Eure Gruppe ist bereits mehr als 650 Mal aufgetreten? Wie bewerkstelligt ihr diese hohe Anzahl von Auftritten?

Roberto Angeles Arellano: In den 13 Jahren ihres Bestehens hatte die Gruppe tatsächlich bereits so viele Aufttritte. Mehr als 650. Über das Jahr verteilt finden in Mexiko immer irgendwelche Feste statt, zu denen wir für Auftritte eingeladen werden. Außerdem gestalten wir an Theatern die Tanzsaison mit und treten darüber hinaus in weiteren Staaten unseres Landes auf.

Rundschau: Welches sind die ersten fünf Begriffe, die Euch zu Deutschland einfallen?

Roberto Angeles Arellano: Die Berliner Mauer, Bier, der Krieg (Hitler), Wurst und Fußball.

Rundschau: Was erwartet die Gruppe speziell vom Beeke-Trachtenfest in Scheeßel?

Roberto Angeles Arellano: Wir erhoffen uns, dass man in Deutschland durch unsere Lieder und Tänze Kultur und Traditionen Mexikos kennen lernt. Außerdem, dass unsere Gruppe die Lebensformen der Deutschen kennen lernen kann.



Interview: Volker Gebhart

Übersetzung: Corinna Schleiffer © Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG

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