Hans Jürgen Neider
Kommentar von: elke
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Wasser in Rotenburg bleibt günstig
Versorgungsverband legt Vertretern das Zahlenwerk für 2008 vor
Diplom-Ingenieur Wilhelm Fahjen, Geschäftsführer des Wasserversorgungsverbands Rotenburg-Land, geht am 30. November 2010 in den Ruhestand
Foto: van Rahden
Unterstedt. (ivr). Der Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land ist weiter gut aufgestellt. "Mit dem Ergebnis können wir im Großen und Ganzen gut leben“, sagt Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Wilhelm Fahjen.
Das entsprechende Zahlenwerk zum Geschäftsjahr 2008, die Baumaßnahmen 2009 und die geplante Baumaßnahmen für 2010 stellte der Fachmann kürzlich auf der Verbandsversammlung im Restaurant Waldhof in Unterstedt vor.
Die Wasserabgabe sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 358.000 Kubikmeter (9,4 Prozent) gestiegen. Die Wasserlieferungen an die Stadtwerke Böhmetal, die am 1. Juli 2007 zu den neuen Vertragsbedingungen begannen, hätten um 385.000 Kubikmeter zugenommen. "Das entspricht in etwa unseren Erwartungen“, sagte Fahjen im Gespräch mit der Rundschau.
Der Wasserverbrauch bei den Tarifkunden habe sich mit 8.000 Kubikmetern (0,3 Prozent) lediglich geringfügig erhöht. Deutlich gesunken sei die Abgabe an die EWE AG für deren Versorgung in Scheeßel um 10.000 Kubikmeter (2,4 Prozent). Weniger Wasser als geplant (32.000 Kubikmeter, entspricht einem Minus von 12,8 Prozent) auch an sonstige Sondervertragskunden und Großabnehmern abgegeben. Die Personalkosten stiegen um 5,9 Prozent auf 56.000 Kubikmeter. Grund dafür seien unter anderem eine tarifliche Anhebung der Gehälter um 5,1 Prozent.
Der Wassversorgungsverband hat auch 2008 zahlreiche Investitionen getätigt. "Wir sind keine Firma, die zwingend Gewinn erwirtschaften muss. Was wir verdienen, wird sofort wieder investiert“, erklärt Fahjen.
Größter Kostenfaktor im laufenden Geschäftsjahr waren die Sanierung der Haupt- und Ortsnetzleitungen (228.000 Euro) sowie der Bau der Brunnen VIII und IX beim Wasserwerk Süd (600.000 Euro).
Insgesamt gibt es im Verbandsgebiet 18.199 Hausanschlüsse. Etwa 135 davon wurden 2009 neu erstellt. Insgesamt gab der Versorgungsverband 1.828.000 Euro für Baumaßnahmen aus. "Wir haben gut gewirtschaftet, immer für Nachhaltigkeit gesorgt und kontinuierlich investiert. Eine Beitragsanpassung wird es im Verbandsgebiet deshalb vorerst nicht geben“, verspricht Fahjen. Damit bleibe Rotenburg-Land mit 60 Cent pro Kubikmmeter einer der günstigsten Anbieter in der Region.
Für 2010 stellt der Geschäftsführer Investitionen in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro in Aussicht. Größte Posten sind dabei der Bau eines Versorgungsbrunnens beim Wasserwerk Nord (300.000 Euro) sowie weitere Sanierungsmaßnahmen an Ortsnetzen und Transportleitungen (220.000 Euro). Lediglich 600.000 Euro müsse der Verband an Krediten aufnehmen, so Fahjen.
Die Vertreter befassten sich auf der Versammlung in Unterstedt nicht nur mit Zahlen und Bilanzen. Weiterer Punkt der Tagesordnung: der Bericht über die Ausschreibung der Geschäftsführerstelle. Wilhelm Fahjen wird nach 24-jähriger Tätigkeit für den Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land zum 30. November 2010 in den Ruhestand gehen. Die Stelle wurde bereits ausgeschrieben, sein Nachfolger wird laut Fahjen im März auf der Verbandsversammlung festgelegt. Der 64-Jährige wuchs in Wittkopsbostel auf, studierte in Sunderburg Wasserbau und arbeitete schließlich als Ingenieur im Rotenburger Land stets "mit Herz und Seele“ für den Verband. © Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG
















