Interessierte kritisieren Verzögerung und Preise

Warten auf Dannert

08.12.2015
Um Geld gehtu2018s den Kaufinteressenten beim Baugebiet Dannert III u2013 aber freilich nicht um Cent-Beträge. Um rund 30 Prozent sind die Quadratmeterpreise seit der ersten Anfrage gestiegen.
Um Geld gehtu2018s den Kaufinteressenten beim Baugebiet Dannert III u2013 aber freilich nicht um Cent-Beträge. Um rund 30 Prozent sind die Quadratmeterpreise seit der ersten Anfrage gestiegen.
 ©Dennis Bartz

Sottrum (as). Explodierende Grundstückspreise und nicht enden wollende Wartezeiten: Die Interessenten für Bauplätze im geplanten Gebiet „Dannert III“ sind alles andere als erfreut. Das zeigte sich während der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Sottrum.

So machten sich einige Kaufwillige während der Bürgerfragestunde Luft. Der Quadratmeterpreis sei von 65 Euro im Verlauf der vergangenen drei Jahre auf 85 Euro gestiegen – also immerhin um etwas mehr als 30 Prozent. „Das ist schon ein ziemlicher Sprung, auch für Sottrum. Und die Ansicht teilen viele Interessenten“, sagte eine Anwohnerin, die ihren kaufwilligen Sohn vertrat. Auch über die Verzögerungen schienen die Betroffenen unglücklich. „Vergangenes Jahr hieß es noch, im Sommer könne es mit dem Bau losgehen. Jetzt vertröstet uns die Gemeinde auf das kommende Jahr. Ich muss sagen, wir fühlen uns schon ziemlich veräppelt“, sagte eine junge Mutter.

Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn und Gemeindedirektor André Bischof versuchten zu beschwichtigen. Jedoch machte Letzterer auch deutlich: „Wir haben immer mit offenen Karten gespielt. Die 65 Euro, die am Anfang im Gespräch waren, sind ein Vergleichswert zum vorherigen Baugebiet. Wir haben aber nicht in Aussicht gestellt, dass es bei dem Quadratmeterpreis bleibt, sondern stattdessen klargestellt, dass die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind.“

Krahn beteuerte, die Gemeinde habe die Angelegenheit nicht verzögert. „Manchmal ist so ein Vorhaben komplizierter als gedacht und dauert länger“, sagte er. Der Bürgermeister und der Gemeindedirektor beteuerten, die Ausschreibung für die Erschließung solle so schnell wie möglich raus. „Wir werden alles dran setzen, dass wir vor dem 30. Juni mit der Erschließung fertig sind. Je nachdem wie streng der Winter wird, könnten wir schon im März damit anfangen“, mutmaßte Bischof.

Später schalteten sich auch die Ratsmitglieder in die Diskussion ein. So gab Marcus Winde (Grüne) zu Protokoll, er habe mit der Verzögerung gerechnet. Als der Fachausschuss sich mit der Erschließung auseinandergesetzt und die Fertigstellung der Erschließung „zu Weihnachten“ geplant hatte, sei er bereits skeptisch gewesen. „Schon da habe ich gesagt, dass das nicht zu schaffen ist. Den Anliegern ist der Eindruck vermittelt worden, die Erschließung sei bis Ende des Jahres erledigt, obwohl schon lange klar war, dass das nichts wird.“ Für Jan-Christoph Oetjen schien die Schuldfrage klar: „Der Planer sah das offensichtlich zeitlich nicht so kritisch“. Er stimmte in den Tenor von Bürgermeister und Gemeindedirektor mit ein: Jetzt solle alles daran gesetzt werden, dass der Baubeginn möglichst schnell kommen kann.

Zufrieden schienen die Anwohner mit den Beteuerungen nicht zu sein. „Die Gemeinde lässt Zeit verstreichen und die Preise schießen dabei durch die Decke“, war nach der Sitzung im Foyer des Rathauses zu hören. Linderung hatte da wohl auch die Feststellung des Bürgermeisters nicht bringen können: „Da ist vielleicht nicht alles ganz glücklich gelaufen.“

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